Mit der Enfield von Indien nach Europa

Teil 1: Das Glück

Wir wälzten uns im Schlamm der Baustelle und küssten uns leidenschaftlich. Der Boden strahlte die Wärme des Sommertages in die Nacht und am Himmel leuchtete ein überdimensionaler orange-gelblicher Vollmond. Grapefruit Moon, wie Tom Waits so treffend singt. Manchmal, wenn ich das Lied höre erinnere ich mich an diese wunderbare Liebe, die jetzt schon 30 Jahre zurück liegt. Eine Liebe, die mit einem Motorrad der Marke BMW begann und die mit einer Enfield Bullet endete. Allerdings sass die Frau, die ich liebte in einem Rollstuhl und Motorräder schienen für sie die wirklich unpassendsten Fortbewegungsmittel zu sein.

Eine Liebe die mit BMW R45 begann

Die Nacht auf der Baustelle nahm in einer Kurklinik ihren Anfang. Als leidenschaftlicher Motorradfahrer war ich bei jedem Wetter mit dem Kraftrad unterwegs und im letzten Winter hatte ich mir eine Lungenentzündung zu gezogen. Danach plagte mich das Asthma. Im Sommer in jener Kurklinik kurierte ich die Beschwerden aus. Mir ging es schon viel besser, da lernte ich Elke kennen. Elke litt an Multipler Sklerose und sass im Rollstuhl. Diese üble Krankheit befällt das Nervensystem und verursacht die unterschiedlichsten Beeinträchtigungen. Elke musste sich mit Lähmungen in den Beinen rumplagen. Sie kämpfte mit einer perfiden Störung, bei der ihr eigener Körper, die Nervenzellen unwiederbringlich zerstörte. Elke wusste, dass man den Krankheitsverlauf abmildern, aber nicht aufhalten konnte. Und so hoffnungslos diese Krankheit auch war und so kraftlos sie ihre Beine machte, so sehr strahlte Elke Hoffnung und Kraft aus. Sie studierte und wollte Lehrerin werden. Elke hatte ein süsses Gesicht und einen Körper mit vollen weiblichen Rundungen. Ihr Geist sprühte vor Scharfsinn und Humor. Sie riss mich mit ihren Gedanken mit und ihr Lachen war wunderbar ansteckend. Ich genoss das Zusammensein mit ihr und an jenem Abend wollten wir uns den neuen Klinikanbau ansehen. Der Untergrund aber versprach nichts Gutes. Elke machte mich darauf aufmerksam und amüsierte sich über meine grosspurige Antwort: „Ich bin Motorradfahrer. Wenn an einem Gerät zwei Räder dran sind, dann kommen wir damit überall hin.“

Ein kurzer warmer Sommerregen hatte den Boden in dicken Schlamm verwandelt. Wacker kämpften wir uns mit dem Rollstuhl durch. Irgendwann war der Morast dann zäher als unsere Dickköpfe und wir blieben laut lachend stecken. Ich musste Elke aus dem Rollstuhl heben, rutschte dabei aus und landetet mit ihr im Schlamm. Dort liebten wir uns. Mit jedem ihrer Küsse sog sie das Leben tief in sich ein. Ein Leben, von dem sie wusste, dass es fragil und endlich war. Ein Leben, das wir genau aus diesem Grund geniessen und nutzen müssen.

Die Nacht war lang und wir hatten über vieles gesprochen. Auch über das Motorradfahren. Elke war fasziniert davon. Sie wollte unbedingt selbst einmal im Sattel sitzen. Also ging ich am nächsten Morgen zu ihr und bat sie um einen Motorradausflug. Elke fragte nicht, wie das zu bewerkstelligen sei. Freudestrahlende sagte sie einfach ja. Ihr Lächeln liess mein Herz hüpfen und mein Verstand begann zu rotieren. Ich hatte ihr keine kleine Rundfahrt versprochen. Es sollte eine richtige Tour werden. Ein Ausflug, bei dem wir auch anhalten würden, um die Pausen zu geniessen. Im Klartext hiess das, dass wir ihren Rollstuhl mitnehmen mussten. Es galt also drei Probleme zu lösen. Problem 1: Wie bekam ich den Rollstuhl mit der BMW transportiert. Problem 2: Wie sollte Elke, trotz ihrer kraftlosen Beine auf den Sozius gelangen? Problem 3: Wie kam sie dort wieder runter. Das Sitzen auf dem Motorrad war für Elke kein Problem. In ihren Knien war noch Kraft und sie konnte sich damit gut im Sattel halten. Für das Auf- und Absteigen brauchten wir aber die Hilfe von weiteren Personen. Ich schaffte es einfach nicht, das Motorrad mit ihr abzubocken und dann selbst aufzusitzen. Wir konnten also nur dort auf- und absteigen, wo hilfsbereite Menschen waren. OK – mit der Einschränkung war das machbar. Wohin aber mit dem sperrigen Rollstuhl? Da sich das Ding nicht an einem Stück transportieren liess, baute ich es auseinander. Die Räder schnallte ich mit Spanngurten an die Motorradkoffer. Den Sitz des Rollstuhls befestigte ich auf dem Gepäckträger. Das sah richtig cool aus, nur fahrtechnisch war die Konstruktion unbrauchbar. Meine Testtour geriet zum Fiasko. Ich wollte schon aufgeben und Elke mit einer kleinen Runde vertrösten, aber sie liess nicht locker. Gemeinsam suchten wir nach einer Lösung. Elke brauchte eine andere Gehhilfe. Etwas, das wir mit dem Motorrad transportieren konnten, Krückstöcke zum Beispiel. Leider gelang ihr das Laufen an Stöcken schon lange nicht mehr. Trotzdem war Elke optimistisch. «Ich muss das wieder üben. Ich schaffe das», sagte sie und begann zu trainieren. Die Physiotherapie unterstützte das Vorhaben. Es gab Erfolge und Rückschläge. Elke arbeitete hart an sich. Dann kam der grosse Moment. Mit ernster Miene setzte sie sich den Helm auf den Kopf, stemmte sich aus dem Rollstuhl und schlurfte mit den Krücken zum Motorrad. Alle hielten den Atem an. Elke schaffte es wirklich. Zwei Helfer platzierten sie auf dem Sozius und wir lachten vor Freude.

Lachen vor Freude
Krücken kann man einfacher mitnehmen

Ich startete den Motor. Elke war ganz aufgeregt. Als erstes steuerten wir die Orte an, die ich oft aufsuchte, um mit mir allein zu sein. Ein Baum, unter dem ich gerne sass und alte Schiffsschaukeln, die verlassen mitten in der Landschaft standen. Es waren verwunschene Orte, von denen ein eigentümlicher Zauber ausging. Leider konnten sie nicht absteigen, denn es war niemand da, der uns hätte helfen können. Wir fuhren also weiter.

Verwunschene Orte
Verlassen in der Natur
Eigentümlicher Zauber

Wir machten eine Tour durch eine romantische Flusslandschaft mit Weinbergen und alten Burgen. Elke hielt sich fest an mich und spürte, wie sie mir später sagte, ein ganz besonders Glück.

Romantische Flusslandschaft

Das Faszinierende an Elke war dabei, dass sie grundsätzlich glücklich schien, trotz ihrer Krankheit und all der Einschränkungen, die damit verbundenen waren. Ich fragte mich, wie sie das nur machte. Sie war unheilbar krank. Für mich gab es weitaus geringere Gründe, um unglücklich zu sein. Irgendwann würde ich sie darauf ansprechen. Aber erst einmal wollte ich Elke zum Essen ausführen. Der kleine Ort mit den Fachwerkhäusern bot das perfekte Ambiente dafür. Ich hielt an einem chinesischen Lokal und bat einen Passanten im Restaurant Hilfe zu holen. Wir erklärten dem etwas verwirrten Kellner das Elke gehbehindert ist und sie Hilfe beim Absteigen braucht. Ungläubig versuchte der Mann die Situation zu erfassen. Als er begriff, schritt er beherzt zur Tat. Mit zwei Unterstützern hob man Elke vom Sozius. Wir geleiteten sie ins Lokal. Für Elke ein endlos langer und beschwerlicher Weg. Trotzdem war sie guter Dinge. Am Platz angekommen küsste ich Elke und alle waren von unserer Liebe gerührt. Das Essen war romantisch. Elke brillierte mit Geist und Witz. Ich hing an ihren vollen Lippen und spürte, dass dies einer der ganz besonderen Momente in unserem Leben war.

Kleiner Ort mit Fachwerkhäusern

Tage später wurde ich entlassen. Die Kurklinik lag oben auf einem Hügel und als ich ins Tal fuhr wirkte das Erlebte unwirklich und traumartig auf mich. Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ kam mir in den Sinn.

Ich ging zurück in mein altes Leben, aber es war nicht mehr das alte. Die Intensität, die ich mit Elke erleben durfte, hatte Masstäbe gesetzt. Die Kraft, die Elke mit ihrem Lachen zeigte und ihre unerschütterlich positive Lebenseinstellung, machten mich nachdenklich. Bevor ich abgereist war, hatte ich sie gefragt, wieso sie mit dieser beschissenen Krankheit ein glücklicher Mensch war. Elke meinte dazu, dass sie von Natur aus fröhlich sein. Ausserdem ist die Krankheit schon schlimm genug, da wolle sie nicht auch noch unglücklich sein. Die Antwort war mir zu trivial und das sagte ich ihr auch. Elke aber lächelte nur wissend und mit diesem Lächeln war mein Interesse geweckt. Ich wollte dem Geheimnis des Glücklichseins auf den Grund gehen.

Um das zu tun gönnte ich mir eine Auszeit. Ich verbrachte den Herbst in einem Wohnwagen am Meer. Angeln, Einsamkeit und Nachdenken standen auf meiner Agenda. Und natürlich Bücher. Ich begann zu lesen und versuchte so das Wesen des Glücks zu ergründen. Aber allein schon die Definition der Begriffe Glück und Glücklichsein war nicht so einfach. Ich las von verschiedenen Formen des Glücks, von biologischen Faktoren und sozialen Bedingungen. Von glücklichen Zufällen und von einem inneren Glück, einer Art Selbstzufriedenheit. Oft verstand ich nur wenig und aus dem Wenigen, dass ich begriff, kristallisierten sich die folgenden Erkenntnisse heraus. Elkes Glücklichsein war das Ergebnis ihrer inneren Einstellung, etwas für das sie sich aktiv entschieden hatte, trotz alledem. Ähnlich wie man es bei Erich From nachlesen konnte, ging Elkes Glück mit Lebendigkeit, einem intensiven Denken und Fühlen und mit einem produktiven Handeln einher. Das Glück schien nicht nur in ihrem Kopf zu sein. Glück war bei Elke ein ganzheitlicher Zustand. Elke hatte sich bewusst für ein glückliches Leben entscheiden können, weil sie als Kind ein unerschütterliches Urvertrauen in sich entwickelt hatte. Im Gegensatz zu ihr fehlte mir dieses Urvertrauen. Elke war ein optimistischer Mensch und ich neigte oft zum Pessimismus.

Angeln und Nachdenken

Wenn ich also glücklicher leben wollte, gab es für mich folgendes zu tun. Zum einen musste ich mein Glücksempfinden mit Hilfe der eigenen Gedanken aktiv trainieren. Positives Denken war hier das Stichwort. Zum anderen nahm ich mir vor, Herausforderung anzunehmen, bei deren Bewältigungen ich Vertrauen in mich, mein Handeln und mein eigenes Schicksal entwickeln konnte. Es musste etwas sein, dass mich lebendig macht, etwas bei dem ich mich intensiv spüren konnte. Es sollte meinen Geist anregen und mich ins Handel bringen.

Das Fahren mit dem Motorrad war eine solche Herausforderung für mich. Und das Reisen in ferne Länder. Beides wollte ich miteinander verbinden. Denn beides machte mich glücklich. Hier konnte ich eine ähnliche Intensität, Lebendigkeit und Produktivität entwickeln wie ich es bei Elke erleben durfte.

Motorradreisen durch Wüsten und Urwälder: Herausforderungen annehmen um Vertrauen in mich und mein Handeln finden.

Elke war nach dem Aufenthalt auf dem Zauberberg in ihr Leben zurück gegangen. Über Jahre schrieben wir uns.

Meine alte BMW R45 hatte mein Bruder mittlerweile zu Schrott gefahren und ich unternahm meine Fernreisen mit einer 800er GS. Eine Tour hatte mich nach Syrien geführt und an dem Tag, an dem ich zum letzten Mal eine Nachricht von Elke bekam, lass ich gerade in einem Reisebericht über das Land. Meine Mitbewohnerin, die den Briefkasten geleert hatte, brachte mir die Postkarte von ihr. Ich aber hatte eine Verabredung und musste los. Elkes Karte wollte ich in Ruhe am Abend lesen. Ich legte sie als Lesezeichen in das Syrienbuch. Der Tag war turbulent. Ich lernte eine Frau kennen und bei einem Bekannten von ihr sah ich zum ersten Mal eine indische Enfield Bullet. Die Begegnungen mit der Frau und dem Motorrad weckten Leidenschaft und an diesem Abend kam ich nicht mehr nach Hause. Die Karte blieb ungelesen im Syrienbuch liegen. An den nächsten Abenden war ich auch fort. Als ich dann Tage später mein Domizil aufsuchte steckte ich zum einen in einer Liebesbeziehung. Zum anderen hatte ich den Entschluss gefasst nach Indien zu fliegen. Ich wollte mir eine Enfild Bullet direkt ab Werk kaufen und damit auf dem Landweg zurück nach Europa fahren. Die Postkarte von Elke hatte ich vergessen. Das Syrienbuch landete im Regal und wurde dann in einem Karton eingelagert. Mein Leben verlief, wie es verlief. Irgendwann packte ich das Buch wieder aus und stellte es zwischen andere Bücher zurück. Die Enfield Bullet aus Indien verstaubte in meinem Arbeitszimmer, wo ich sie, nach der langen Reise, wieder zurecht machen wollte. Ich bin nie dazu gekommen. Noch ein paar Touren mit der BMW GS, dann bin ich Vater geworden. Familie und berufliches Fortkommen waren nun im Zentrum. Das Motorradfahren und die Fernreisen habe ich irgendwann sein lassen. Mit den Herausforderungen, die ich auf diesen Touren meistern konnte, hatte ich Selbstvertrauen gefunden. Genug, um mich auf die Abenteuer Vaterschaft, Studium und Beruf einzulassen. Aus dem Pessimisten von damals war ein Optimist geworden. Mich begleitete das Gefühl, dass es das Schicksal gut mit mir meint und ich war glücklich, weil ich es so wollte.

Die Enfield stand immer noch in meinem Arbeitszimmer. Sie erinnerte mich an früher. Genauso wie Tom Waits. Wenn ich sein Lied vom Grapefruit Moon hörte, dachte ich an das Erlebte mit Elke. Ich hatte sie aus den Augen verloren. So wie die meisten Menschen, die mir auf meinem Lebensweg begegnet sind.

Verstaubt im Arbeitszimmer

Die Jahrzehnte sind vergangenen. Ich beschliesse wieder Motorrad zu fahren und mein Leben mit den Mitteln eines Blogs zu reflektieren. In der Rubrik mit meinen Motorradtouren veröffentliche ich einen Reisebericht, denn ich damals über die Syrienfahrt geschrieben hatte. In diesem Zusammenhang nehme ich auch wieder das Buch aus dem Regal, schlage es auf und sehe die alte Postkarte von ihr. Die Karte, die ich nie gelesen hatte und die hier zwischen den Seiten vergessen lag. Elke schrieb mir, dass sie mich sehr gerne treffen würde. Sofort setzte ich mich an den Computer. Ich möchte ihr sagen, wie schön das damals war, was es mir bedeutet hat und warum ich nie auf die Karte geantwortet hatte. Im Internet finde ich keine Spur von ihr. Ich telefoniere. An ihrer alten Anschrift kann sich niemand mehr an sie erinnern. Ich recherchiere weiter, bis ich auf eine Traueranzeige stosse. Elke ist vor einigen Jahren gestorben.

Zwischen den Seiten vergessen

Ich sitze in meinem Arbeitszimmer auf der angestaubten Enfield Bullet und schaue aus dem Fenster. Der kalte Frühlingsregen wird den Boden in zähen Schlamm verwandeln. Die Nacht ist mondlos und ich bin traurig, sehr traurig. Die Trauer vermischt sich mit Glück. Glück darüber, dass ich Elke begegnet bin. Trauer und Glück – es ist ein Gefühl als würde gleich mein Herz zerreissen.

Teil 2: Der Schock

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Demnächst auf diesem Blog.

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Comments

  1. Eine sehr berührende Geschichte. Stimmt schon: Manchmal vergehen Gelegenheiten, ohne dass man es merkt. Manchmal merkt man das erst viel später fragt sich: Wie wäre es weiter gegangen, wenn ich an dieser Stelle anders reagiert hätte?

    • Ja es gibt sie, diese verpassten Chancen. Belanglos erscheinende Entscheidungen oder Ereignisse haben grosse Auswirkungen.

      Mir sind mal Bewerbungsunterlagen bei der Post verloren gegangen. Ich habe die Anstellung nicht bekommen und es hat mich in eine andere Gegend verschlagen. Dort habe ich dann meine Frau kennen gelernt.

      Wären die Unterlagen abgekommen, hätte ich den Job bekommen und meine Frau wäre mir nie begegnet. Mein Sohn würde dann, wegen eines korrekt zugestellten Briefes nicht existieren.

  2. Ich habe gerade mit der Sichtung meiner Unterlagen und mit der Recherche zu dem Zyklon von damals begonnen. Ich werde sicher noch etwas Zeit brauchen.

    Ja, das plane ich langfristig. Auch hier werde ich noch etwas Zeit benötigen. Der Reisebericht zu einer kleineren Tour wird demnächst erscheinen.

  3. Lieber Thomas,

    Gänsehaut und den Tränen nah… das habe ich sehr selten. Deine Erzählung ist so wunderbar berührend, so echt, wie das Leben eben ist. Wie geht es weiter???
    Schreib! Schreibschreibschreib! – Und Reise! Natürlich, sonst haben wir ja nichts zu lesen 😉

    Ach… und Danke fürs Erwähnen meines bescheidenen Blogs… das setzt mich jetzt aber echt unter Zugzwand :-O

    sonnige Grüße
    Suse

    • Liebe Suse

      Von einem bescheiden Block kann bei http://www.susemotosausewind.com nicht die Rede sein. Ich bin ein grosser Fan deines Blogs und von daher bedeutet mir deine Rückmeldung sehr viel.

      Die schönsten Geschichten schreibt das Leben und diese Geschichte hier gehört zu den wichtigen in meinem Leben.

      Die Geschichte geht weiter und sie braucht Zeit damit ich sie aufzuschreiben kann. Denn die Geschichte ist ganz nah bei mir. Die Auseinandersetzung ist viel intensiver als bei anderen Geschichten, die ich erzähle.

      Ich erwähne deinen Blog weil er toll ist und weil man in deinen Texten das Glück des Motorradfahrens spüren kann und das Glück einen grossartigen Reise- und Lebensgefährten zu haben.

      Unter Zugzwang möchte ich dich nicht setzten.

      Klar, ich freue mich auf die nächste Geschichte von dir. Aber lass dir Zeit.

      Gerne würde ich deinen Blog abonnieren, damit ich keine deiner Geschichten verpasse. Aber am Miau-Blog-Abo scheitert all meine Medienkompetenz. Vielleicht kannst du mir weiterhelfen.

      Herzlich
      Thomas

      • „Gerne würde ich deinen Blog abonnieren, damit ich keine deiner Geschichten verpasse. Aber am Miau-Blog-Abo scheitert all meine Medienkompetenz. Vielleicht kannst du mir weiterhelfen.“

        …und ich dachte, es liegt an mir – das gleiche Problem hab ich auch.

        Lieben Gruß an Suse und Thomas!

      • Lieber Thomas, lieber Raini,

        ach, das mit dem Abo… ich bin leider kein IT Profi, nichtmal ansatzweise :-/ vielleicht könnte das Problem darin liegen, dass dieses Abo nicht mit dem Handy funktioniert. Habt ihr mit dem „Miau“ auch am PC dasselbe Problem oder am Handy? Vielleicht muss ich mir doch mal was anderes einfallen lassen, denn ich hatte schon öfter solche Rückmeldungen.

        @Thomas: eben genau weil diese Geschichte so nah bei dir ist, berührt sie so sehr. Ja, das braucht immer Zeit… ich freue mich sie irgendwann lesen zu dürfen.

        sonnige Grüße
        Suse

  4. Eine sehr schöne Geschichte! Wie das Leben so spielt. Die Vergänglichkeit ist überwältigend und gleichzeitig wird es dabei klarer, worauf es im Leben ausschließlich ankommt: Das Hier und Jetzt.
    Sehr schön geschrieben, ich freue mich auf die Fortsetzung.

    • Lieber Michael

      Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich von dir zu lesen.

      Das Hier und Jetzt ist wichtig. Trotzdem ist es oft eine enorme Anstrengung nicht mit den Gedanken in die Vergangenheit oder in die Zukunft abzuschweifen. Ich glaube aber, dass diese Anstrengung gar nicht notwendig ist. Denn unser Gehirn muss irgendwie zwischen diesen drei Zeitzonen hin und her wabert. Wichtig ist das Mass und das wir immer wieder das Gegenwärtige bewusst wahrnehmen.

      Die Zeit ist überhaupt ein schwer fassbares Ding. Das Buch „Zeit – Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen“, von Rüdiger Safranski finde ich in diesem Kontext sehr spannend.

      Herzliche Grüsse
      Thomas

  5. Hallo Thomas,
    was für eine Begebenheit.
    Ja das Schicksal sucht sich manchmal seltsame Wege.
    Alleine deinen Mut mit solchen weiten Reisen, der absolute Wahnsinn.
    Ich scheitere oft an mir selbst, aber nun da ich in Pension bin, kommt ein Mutausbruch nach dem anderen.
    Man spürt es so langsam, unsere Zeit im Hier u. Jetzt ist endlich und wir sollten sie nutzen.

    Lg von dem Mann mit dem Gespann,
    Edi

    • Lieber Edi

      Vielen Dank für deine Rückmeldung. Schön, dass du dich meldest.

      Mutausbrüche im Alter sind bewundernswert. Die Versuchung ist doch recht gross, im Alter träge zu werden.

      Ich wünsche uns beiden noch viele Mutausbrüche. Nutzen wir also die Lebenszeit, die wir noch haben.

      Apropos Zeit. Bei mir ist viel los. Ich hoffe, dass ich trotzdem bald Richtung Schaffhausen komme. Ich freue mich nämlich auf ein Treffen mit dir und deinem Gespann.

      Herzliche Grüsse
      Thomas

    • Lieber Rudi Rüpel

      Vielen Dank für diese schöne Rückmeldung.

      Mit diesem Text habe ich mir etwas von der Seele geschrieben.

      Ich freue mich sehr von rudi rüpel zu lesen. Dieser schöne Name ist mir mit lustigen Kommentaren bei Gypsy Chimp aufgefallen. Besonders amüsiert hat mich das Zitat «denn heute ist man schon ein Rebell, mit einem drei Jahre alten iPhone Modell!».

      Herzliche Grüsse
      Thomas

  6. So eine wunderbar anrührende Geschichte in einem tollen Schreibstil! Eigentlich wollte ich gerade was ganz anderes machen und hab mich zufällig hierhin verirrt. Dann kam ich von Deiner Geschichte nicht mehr los! Freue mich schon auf ein weiteres Stöbern in Deinem Blog!
    Ulla (die chronisch Optimistische)

    • Liebe Ulla

      Chronisch optimistische Menschen bringen viel Gutes in die Welt.

      Über deine Kritik freue ich mich. Ich schätze dich als Autorin und deinen Blog sehr. Alleine schon der Name http://www.ex-sozia.de ist genial. Die schönen Beiträge, die tollen Fotos und das aufgeräumte Design machen den Blog zu einem echten Leseerlebnis.

      Für den Winter stehst du auf meiner Leseliste ganz oben. Ich freue mich darauf.

      Herzlich
      Thomas

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