Gefährliche Leidenschaft

Icons: Gefahr, kaputtes Rad, Mensch mit medizinischer Halskrause

Royal-Enfield-Outfit

Kleidung ist Geschmacksache und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich persönlich finde, dass klassische Motorradkleidung am besten zu einer Royal Enfield passt. Hier gilt allerdings das Sprichwort: Wer schön sein will muss leiden. Klassisches Motorrad-Equipment ist sicherheitstechnisch nur suboptimal und bei einem Unfall kann das ein massives Leiden bedeuten. Jede und jeder muss für sich entscheiden, wie man Stil und Sicherheitsaspekte miteinander in Einklang bringt.

Icons: Integralhelm, Halbschale

Helm

Der stilvollste Helm auf einer Royal Enfield ist zweifellos die Halbschale. Mit einer nostalgischen Motorradbrille sieht so ein Helm richtig gut aus. Ein Jethelm ist auch ganz hübsch. Allerdings sind diese Helme nur bedingt sicher. Wer schon mal gesehen hat, wie man bei einem Fahrradunfall seine Nase an einen Bordstein verliert, wird zum weniger stilvollen Integralhelm greifen. Schön ist, wenn der Helm zu der Farbe des Motorrades passt. Bei dunkelten Farben wird man aber schlechter gesehen und die Gefahr über den Haufen gefahren zu werden steigt signifikant.

Ich selbst werde mir wohl einen klappbaren Integralhelm in mattschwarz zulegen. Dafür trage ich dann aber eine Leuchtweste. Einen Halbschalenhelm werde ich höchstens als Accessoir für Foto- und Filmaufnahmen verwenden.

Icon: Jacken, Hosen

Jacke & Hose

Die gute alte englische Wachsjacke oder eine Lederjacke im Retro-Stil machen sich auf einer Royal Enfield besonders gut. Dazu sehen entweder Jens- oder Lederhosen chic aus. Wachscotton ist aber in Sachen Abriebfestigkeit modernen Stoffen unterlegen. Wer trotzdem so ein schönes Teil tragen möchte, sollte ein Modell mit Protektoren wählen oder selbst Protektoren einnähen. Ansonsten ist eine moderne Motorradjacke mit klassischem Schnitt eine gute Alternative. Leder hingegen ist in Sachen Abrieb ein hervorragendes Material. Vintage-Lederjacke müsste man ebenfalls mit Protektoren ausstatten. Auch bei den Jacken gilt: Gesehen werden ist alles.

Normale Jeanshosen sind sicherheitstechnisch keine gute Idee. Es gibt spezielle Jeans fürs Motorrad, diese könnten eine Alternative sein. Am besten ist aber die Lederhose für Biker. Auch hier sind Protektoren von Vorteil.

Ich werde mir eine Lederjacke und eine Lederhose zulegen, dir man mittels eines Reisverschlusses miteinander verbinden kann. Das hat den Vorteil, dass die Protektoren bei einem Sturz nicht verrutschten. An kühleren Tagen trage ich meinen Gore-Tex-Anzug.

Icon: Flip Flop, Schuh, Stöckelschuh, Stiefel

Schuhwerk

Flipflops würden zwar zu einem indischen Motorrad passen, aber jede Versicherung stuft dieses Schuhwerk als fahrlässig ein. Flipflops sind auch aus vielen anderen Gründen eine ganz schlechte Idee. Ich werde nach einem klassischen Motorradstiefel mit Zehen und Fersenverstärkung suchen. Wichtig ist, dass die Schuhe höher als die Knöchel sind.

Icons: Handschuhe, Protektor

Handschuhe & Rückenschutz

Schafthandschuhe aus festem Leder sehen gut aus und sind sicher. Einen Rückenprotektor kann man sich in die Jacke einnähen. Besser ist aber ein Projektor, den man separat unter der Jacke trägt. Ein solches Modell verwende ich.

Icon: Eis am Stiel, Sonne, Thermometer

Faulheit & Hitze

Die Aspekte Faulheit und Hitze sind ebenfalls sicherheitsrelevant. Sicherheitsrelevanter als modische Gesichtspunkte – bei mir zumindest. Ein heisser Tag, mal schnell ein Eis holen fahren und schon sitzt man in der Jeanshose auf dem Töff. Das ist mir früher öfter passiert. Ich hoffe ich bin hier mit dem Alter vernünftiger geworden.

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Comments

  1. Gut geschrieben! Ich denke, heute gibt es soviele Möglichkeiten, was mann am Motorrad trägt, dass es kein Problem ist, dich einigermassen gut zu schützen und trotzdem relativ gut auszusehen. Es muss nicht ein knall-gelbes Helm sein. Weiss ist auch gut! Ich habe ein Wachsjacke mit Protektoren, und die hat weniger als 150 Euro gekostet. Gute Hosen kosten auch nicht die Welt. Natürlich gibt es teuere Sachen, aber neulich hat mir ein Verkäuferin bei Polo gesagt, daß sicherheitsmässig, ist ein Helm für 100 Euro nicht viel schlechter als ein Schubert für 600. Die Unterschiede sind in der Passform und details, aber in einem Unfall, ist mann auch gut geschützt. Und mit einem Enfield, wirst du etwas langsamer unterwegs sein, was sehr wichtig ist. Es wird schon gut gehen!

    • Vielen Dank für den Kommentar. Gute Motorradkleidung wird man sicher auch für wenig Geld bekommen. Vielleicht nicht in der Schweiz, denn da ist ja alles etwas teurer. Beim Helm denke ich, wird das Material und die Verarbeitung eine Rolle spiele. Ich kenne mich da nicht so aus, deswegen verlasse ich mich lieber auf namhafte Hersteller.

      Ich hoffe auch, dass es gut geht. Danke für die ermunternden Worte.

      Herzlich
      Thomas Koch

  2. Die wichtigste Voraussetzung ist eine stets gelassene Fahrweise u. niemals von seinem Vorfahrtsrecht ausgehen.
    Wer langsam fährt kommt schliesslich auch an, nur etwas entspannter u. später. 🙂
    Gerade eine RE lädt einen doch zu einer entspannten Fahrweise geradezu ein.
    Ich juckele mit meinem Bulletgespann z.B. gerne langsam auf Nebenstrassen umher u. kann so jeden Kilometer genießen…. einfach ein Hochgenuss.

    Lg Edi

    • Lieber Edi

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Das was du schreibst ist eine sehr wichtige Regel beim Motorradfahren.

      Ich freue mich schon auf die Langsamkeit auf den Nebenstrassen.

      Herzlich
      Thomas Koch

  3. Hallo Thomas,
    ja das ist denke ich ein wichtiger Aspekt, neben Demut u. Freundlichkeit allen Lebewesen gegenüber.

    Wünsche eine schöne u. entspannte Saison 2019,
    Beste Grüße,
    Edi

    • Hallo Edi

      „Demut und Freundlichkeit allen Lebewesen gegenüber.“ Das ist ein Moto, dem ich mich anschliesse. Dir auch eine gute und sichere Saison 2019.

      Herzlich
      Thomas

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