Royal Enfield Sommertour 2020

Eigentlich wollten wir mit unseren Motorrädern hinaus in die grosse, weite Welt. Ein Haufen kleiner Viren hat uns dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also bleiben wir in der Schweiz und planen unsere Übernachtungen an vier ausgefallenen Orten. Der schöne Alpenstaat hat diesbezüglich einiges zu bieten.

Zum Beispiel das alte und noble Jugendstilhotel, das mich über längst vergangene Tage nachdenken lässt.

Ein Seminarhotel in dem Menschen mit psychischer Beeinträchtigung für gehobene Gastlichkeit sorgen.

Ein Schlosshotel mit einer beeindruckenden Sicht auf den stürmischen Bodensee. Dazu eine urige Beiz, wo es zu einem tollen Panorama traumhafte Fischknusperli gibt.

Ja und dann berichte ich, wie ich in einem Abenteuercamp in Braunwald den Eindruck bekomme, dass ich unter die „Räuber“ geraten bin. In dem Zusammenhang beschreibe ich auch, auf welche Weise die Internetplattform Geschenkparadies.ch für mich zur Hölle wird. Pikant ist auch der Teil der Geschichte, in dem mich der Geschäftsführer des Unternehmens dezent darauf aufmerksam macht, dass ich bei einem Blogbeitrag zu dieser Sache mit Strafverfolgung rechnen muss. (1) Es geht um ein Delikt, das mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet wird! Natürlich werde ich trotzdem über meine Erfahrungen mit dem Braunwaldabenteuer schreiben.

Ihr könnt mir ja schon einmal Tipps geben, worauf ich achten muss, wenn ich meine Royal Enfield für viele Jahre einmotte und welche Survival-Ausrüstung ich bei einem mehrjährigen Abenteuerurlaub in einer Haftanstalt benötige. In einem Handbuch von Rüdiger Neberg gibt es Tipps dazu. (2) Aber wer ahnt denn schon, dass er diese Informationen benötigt, wenn er seiner Frau eine Weihnachtsüberraschung bei Geschenkparadies.ch kauft und er diese Überraschung bei dem Unternehmen Abenteuercamp Braunwald bucht. Es sah im Internet einfach zu gut aus. Aber das, was wir dann vorfanden und erlebt haben, war alles andere als das.

Anmerkung:

1) Der Geschäftsführer von Geschenkparadies.ch (happy shops AG) hat anscheinend den Eindruck, dass ich negativ über seine Firma berichte, falls er Reklamationsforderungen von mir nicht erfüllt. Das würde durchaus den Tatbestand der Nötigung erfüllen und gegen jede Bloggerehre verstossen. Natürlich habe ich so etwas nie behauptet und würde so etwas auch nie tun. Allen Beteiligten war von Anfang an klar, dass ich über meine Erfahrungen wahrheitsgetreu schreiben werde. Und ich würde mich ehrlich freuen, wenn ich etwas Positives zu der Sache berichten könnte. Denn wie viele Menschen mag ich Geschichten, die gut ausgehen.

Ausserdem bin ich ein sehr wohlwollender Mensch. Dem Abenteuercamp Braunwald habe ich sogar angeboten auf eine Bewertung über google, Tripadvisor usw. zu verzichten, wenn sie ihr Angebot nachbessern und realitätsnah auf ihrer Webseite beschreiben. Ich persönlich hätte davon nicht mehr profitieren können, aber andere Kunden. Hätte Abenteuercamp Braunwald angemessen reagiert, müsste ich jetzt nicht meine Mitmenschen über die problematischen Aspekte dieses Angebots informieren.

Während ich in solchen Bewertungen die Dinge sachlich beschreibe, steht in meinem Blog mein persönliches Erleben im Vordergrund und das, was ich erlebt habe, war haarsträubend. Alle Leserinnen und Leser werden also etwas zu lachen haben – ausser ich. Naja, und meine Frau. Die fand es auch nicht lustig.

2) Rüdiger Nehberg (1984) Survival – Die Kunst zu überleben. Kapitel 86 Gefängnis und Kapitel 87 Gefangenschaft.

Demnächst auf diesem Blog

Sommertour Teil 1: Krieg und Frieden

Sommertour Teil 2: Zerplatzte Träume

Sommertour Teil 3: Wir lagen vor Madagaskar

Sommertour Teil 4: Geile Fischknusperli

Sommertour Teil 5: Rorschacher Tristesse

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