Mit der Enfield von Indien nach Europa

Teil 5: Road Captain India

Ich bin auf dem Weg zum Captain und zum ersten und einzigen Mal erlebe ich, dass ein indischer Verkehrsteilnehmer mich absichtlich in Gefahr bringt. Es ist eine scheiss Situation. Ich möchte möglichst rasch den indischen Subkontinent durchqueren und entsprechend schnell bin ich unterwegs. Gerade habe ich zum Überholen eines Busses angesetzt, da taucht dieser Ambassador auf. Ein wunderschönes Auto, der indische Klassiker schlechthin. Fünf bekiffte Jungs haben es sich in der Limousine bequem gemacht. Ihrer Kleidung nach dürften sie der indischen Oberschicht angehören. Zumindest aber dem gehobenen Mittelstand. Die Burschen fixieren mich durch ihre verspiegelten Sonnenbrillengläser und der Wagen scheint Testosteron als Treibstoff zu verwenden. Johlend drückt mich der jugendliche Fahrer immer weiter in die Flanke des Busses. Er liefert sich ein Wettrennen mit mir. Seine Mitfahrer feuern ihn dabei an. Ich bin von der Idee eines Wettrennens nicht begeistert.  Vor allem weil sich vor mir eine gigantische Leere auftut.  Ein Teil der Strasse fehlt.

Dort wo kein Teer mehr ist, finden Bauarbeiten statt. Der Verkehr rollt ab da auf einer lehmig-sandigen Piste. Für diesen Untergrund und für den Höhenunterschied zwischen Asphalt und dem was dahinter liegt, bin ich zu schnell. Auf die Bremse gehen und hinter dem Bus einscheren ist keine Lösung, denn ein exotisch bunter Lastwagen hat ebenfalls zum Überholen angesetzt. Er fährt uns ziemlich dicht auf. Eingekeilt zwischen Ambassador und Buss habe ich nur noch wenige Millimeter Spielraum. Mir bleibt einzig die Flucht nach vorn. Den Bus überholen, ein Stück Vorsprung gewinnen und rechtzeitig in die Klötze gehen, um mit angemessener Geschwindigkeit den Asphalt zu verlassen – das ist der Plan. Der Fahrer des Ambassador grinst mich diabolisch an. Dann drückt er mich noch weiter an den Bus. Ich greife in die Seitentasche meines Tankrucksacks. Dort hole ich einen grossen Schraubenschlüssel hervor. Mit ihm drohe ich den Jungs, die darauf in Gelächter ausbrechen. Dann haue ich zu. Erschrocken reisst der Fahrer das Lenkrad rum. Mein Schraubenschlüssel verfehlt das Blech um Haaresbreite. Aber mein Ziel ist erreicht. Der Wagen bleibt auf Abstand und ich kann das Überholmanöver problemlos zu Ende bringen. Die eine Hand habe ich am Gas, mit der Anderen stecke ich das Werkzeug zurück. Danach beschleunige ich um Abstand zum Bus zu bekommen. Jetzt ist es höchste Zeit in die Bremsen zu steigen. Für einen Moment fliegt die Enfield. Unter mir ist kein Asphalt mehr. Kurz zuvor habe ich meinen Hintern aus dem Sattel gehoben und den Tank mit meinen Schenkeln fixiert. Die Landung auf dem unebenen Weg ist hart, aber ich kann das Gleichgewicht halten. Für den instabilen Untergrund fahre ich noch viel zu schnell. Bloss nicht bremsen denke ich mir und nehme vorsichtig Gas weg. Im Augenwinkel sehe ich Strassenarbeiter, die in ihrem Tagwerk innehalten und mir nachschauen. Die Enfield hat mittlerweile eine passable Geschwindigkeit und vor einer provisorischen Ampel komme ich endlich zum Stehen. Adrenalin fliesst durch meine Adern und in Sachen Testosteron-Spiegel kann ich es sicher mit den Typen aufnehmen. Die halten nun in einem respektvollen Abstand zu mir. Gespannt beobachte ich im Rückspiegel, ob sie das Fahrzeug verlassen und ich taxiere verschiedene Fluchtwege. In einem Handgemenge hätte ich gegen die Burschen keine Chance. Die Jungs beraten noch als die Ampel auf Grün springt und ich ihnen davonbrause.

Auf meiner Tour Richtung Westküste drücke ich voll auf die Tube. Ich will Silvester unbedingt in Goa sein, denn dorthin ist meine Reisebegleitung mit einem Überlandbus vorgefahren. Wir haben beim Captain ein Zimmer reserviert. Und ich bin wegen der Reisevorbereitungen nicht rechtzeitig aus Madras losgekommen. Deswegen reise ich ihr nun nach. Auf den letzten Drücker.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Menschen bei dem wir ein paar Tage bleiben werden. Denn der Roadcaptain ist eine echte Legende. Eine schillernde Gestalt, die Royal Enfield Touren durch den Subkontinent organisiert. Ein Abenteurer, der es mit Dnepr-Biker-Touren im Kaukasus versuchte und einen Motorradverleih auf Zypern betrieb. Irgendwann ist er dann in Indien gelandet. Ursprünglich hat er als Busfahrer und Tourneemanager für Rockbands gearbeitet. Hier in Indien versucht er nun sein Glück als Selfmademan. Im Gegensatz zu den anderen Aussteigern, die in Goa leben, umgibt ihn die Aura des umtriebigen Geschäftsmanns. Das wird mir auffallen, wenn ich ihm begegne. Aber zu diesem Zeitpunkt kenne ich ihn nur vom Hörensagen. Er lebt schon einige Jahre in Indien und ist ein intimer Kenner des Landes. Ich hoffe bei ihm Informationen über das Reisen mit der Enfield Bullet zu bekommen.

Rechtzeitig zu Silvester erreiche ich Goa. Den Captain erlebe ich als freundlich-reservierten Mann. Er betreibt das kleine Unternehmen CLASSIC BIKE ADVENTURE. Kerngeschäft der Firma sind geführte Enfield-Bullet-Touren. Seine Klientel ist der gehobene deutsche Mittelstand. Leute mit Geld, die für ein bis drei Wochen etwas Abenteuerfeeling spüren wollen. Leute, die trotzdem eine wohlorganisierte Umgebung bevorzugen. Da sind sie beim Road Captain richtig, denn organisieren kann er gut.

Eigentlich heisst der Captain Peter. Ich erinnere mich nicht mehr ob er schon damals den klangvollen Namen Peter Palo Dos Santos trug. Den nimmt er nach seiner Hochzeit an. Ich nenne ihn hier Road Captain, weil die Reiseleiter der Firma diesen Titel tragen. Peter hat den Begriff der Rockerszene entlehnt. In den Motorradclubs wird derjenige so bezeichnet, der für die Fuhrparks zuständig ist. Und das ist auch eine wichtige Aufgabe der Strassenkapitäne bei CLASSIC BIKE ADVENTURE.

Peter organisiert Indien-Touren schon seit 1986. Er ist der Master Mind der Firma, der Mann mit der meisten Erfahrung und er ist der Kapitän seiner Strassen-Kapitäne. Er ist Road Captain India.

Das was Rick in Casablanca war, ist Peter in Goa. Eine Institution. Nur mit einem grösseren Körperbau als ihn Humphrey Bogart hatte. Und er sieht eindeutig besser aus. Peter ist der Typ Mann von dem sich andere Männer wünschen, dass er auf einem nebligen Flughafen sagt: „Ich glaube, dass ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“ Ich werde ihm aber nie so nah kommen. Meine Begegnung mit Peter ist eher von flüchtiger Natur. Trotzdem wird dieses kurze Aufeinandertreffen mein Leben schicksalhaft beeinflussen.

Ich bin in Indien auf der Suche und möchte mich neu erfinden. Das was Peter hier lebt elektrisiert mich und es spricht meine tiefsten Sehnsüchte an. Sehnsüchte, die aus einer Zeit stammten, als ich des Lesens mächtig wurde und ich ein Karl May Buch nach dem anderen verschlang. Damals war mein innigster Wunsch als Abenteurer in die Welt zu ziehen. Ich wollte so der Enge eines problematischen Elternhauses entfliehen. Die Flucht von dort war dann nicht ganz so spektakulär. Anstatt in exotische Weiten, setzte ich mich ins Berufsleben ab. Der Traum aber blieb und ich lebte ihn bisher auf diversen Motorrad-Fernreisen aus. Ferien von ein bis zwei Monaten. Mehr nicht. Ich bin zwar zum Auswanderer geworden, habe es aber nur knapp über die Landesgrenze geschafft. In der Schweiz finde ich meine neue Heimat. Und immer wieder kehre ich in die Sicherheit dieses Landes zurück. Die Tour mit der Enfield ist meine erste grosse Reise. Mein Hab und Gut habe ich in Kisten verpackt und eingestellt, meinen Job an den Nagel gehängt.

Das Leben im Motorradsattel gefällt mir gut. Und ich beschliesse von nun an durch die Welt zu ziehen. Zwischendurch Geld in der Schweiz verdienen und dann ab in die Ferne. Diese Indien-Europa Tour soll erst der Anfang sein. Das ist der Beschluss, den ich auf der Fahrt nach Goa fasse. Ein Beschluss der viele Jahre gereift ist. Seit dem Tag, als ich von den Abenteuern des Kara Ben Nemsi las und unter diesem Poster mit der Moto Guzzi California sass. Von dem Moment an, als ich von dem Buch zu dem Bild aufschaute und mir dachte: „Nicht mit dem Pferd, sondern mit einem Motorrad wirst du in die Welt ziehen.“

Aber was ist der Zweck dieser Reisen? Man kann ja nicht ein Leben lang vor sich selbst wegfahren. Irgendwie braucht man eine Vision. Ein Ziel, wo man ankommen will. Und diese Vision fehlt mir, bis zu dem Moment als ich Peter begegne. Bis zu diesem Moment, wo ich in seinem Lebensentwurf den Masterplan für ein gutes Leben entdecke.

Peter hat eine coole Firma, einen Fuhrpark mit geilen Motorrädern, ein grosses, villenähnliches Haus in einer wunderschönen und exotischen Gegend. Und er hat eine Frau von solchem Liebreiz, dass man in ihrer Gegenwart weiche Knie bekommt. Peter hat alles, was ein Mann zum glücklich sein braucht. Die Einheimischen schätzen und respektieren ihn, die Reisenden begegnen ihm mit Bewunderung.

Er ist der Mann, der sich furchtlos mit der lokalen Mafia anlegt und das nur um die Ehre seiner Gattin zu verteidigen. Und bei alle dem ist der Road Captain erfolgreich. Er versteht es zu kämpfen, er kann sich behaupten und er verdient gutes Geld.

So ähnlich möchte ich es auch machen. Nur bescheidener. So lange reisen, bis ich an den Ort komme, an dem ich bleiben will. Dort eine kleine Herberge für Motorradreisende aufmachen, ein paar Mopeds vermieten und mich gelegentlich als Guide andienen. Diesen Traum nehme ich von Peter mit und werde ihn in mir tragen.

Dieser Traum wird mich auf meiner langen Reise in die Schweiz begleiten und dort wird mir dann das Schicksal einen Strich durch die Rechnung machen.

Ich werde eine Frau kennenlernen, die von mir schwanger wird. Ich werde mich entscheiden müssen, ob ich meiner Wege ziehe oder ob ich als Vater Verantwortung übernehme. Ich werde letzteres wählen. Der Traum, den ich hier beim Captain mitnehme, wird mich nur noch manchmal als Sehnsucht packen. Eine Sehnsucht nach der Ferne und nach Unabhängigkeit. Aber auch ohne Ferne und Unabhängigkeit werde ich glücklich werden. Es wird die Pädagogik sein, die ich als Abenteuer begreife. Als Mensch, der in der Jugend selbst Lernschwierigkeiten hatte, werde ich diejenigen verständnisvoll unterstützen können, die ebenfalls Mühe mit dem Lernen haben. Ich werde Hochschulstudien absolvieren und das Generieren von Wissen als grosse Bereicherung erleben. Ich werde mir einen anderen Traum erfüllen und Film studieren. Ich werde auf der Basis meiner Ausbildungen, Studien und Lebenserfahrungen einen Job machen, in dem ich Erfüllung finde. Ich werde morgens gerne aufstehen und abends dankbar ins Bett gehen. Ich werde meinen Sohn heranwachsen sehen, auf ihn stolz sein und tiefes Glück erleben. Ich werde erkennen, dass Peters Lebensentwurf bei mir nicht funktioniert hätte. Ich würde bei so einem Leben scheitern. Mir fehlt das Format eines Peters und auch sein Geschäftssinn. Wahrscheinlich würde ich mich in einer solchen Zukunft als abgehalfterter Aussteiger in irgendwelchen Strandbars rumtreiben – meistens pleite. Oder ich würde nach Europa zurückkehren. Ich würde dort vor dem Scherbenhaufen eines Lebens stehen, das auf einem unrealistischen Traum beruht hat. Einsam und ohne einen Sohn.

Ein viertel Jahrhundert später

Ich habe nie ein Foto von Peter gemacht und entsprechend überrascht bin ich, als ich eine Aufnahme von ihm im Internet entdecke. Peter sieht darauf alt aus. Er ist nicht mehr der junge und gut aussehende Mann aus Goa. Das macht mich nachdenklich, denn in meiner Erinnerung hat sich Peter nicht verändert. Mir wird schlagartig klar, dass Peter in Goa doch nicht so wie Rick in Casablanca ist. Peter ist keine Kunstfigur in einem Hollywoodfilm. Forever Young auf Zelluloid gebannt und digital remastered. Peter ist aus Fleisch und Blut und er geht den Weg aller Sterblichen.

Ich schaue in den Computer und frage mich, was so ein Abenteurer eigentlich macht, wenn er alt wird? Welche Sehnsüchte hat er? Trauert er manchmal verpassten Gelegenheiten nach: Familie, Kinder und Reihenhaus? Wenn sich unsere Lebenswege noch einmal kreuzen sollten, werde ich ihn fragen. Dann aber verwerfe ich den Gedanken. Nein, ich frage ihn doch nicht, denn das wäre unangemessen. So nah sind wir uns nie gekommen. Die flüchtige Begegnung mit Peter war nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Es war der Moment, in dem ein wunderbarer Traum ein konkretes Gesicht bekam. Peter stand für die Möglichkeit eines Lebensentwurfes und es war schön, diesen Traum zu träumen. Vielleicht sollte ich mich bei Peter dafür bedanken. Und natürlich beim Leben. Letzteres, weil ich nie in Versuchung gekommen bin diesen Traum zu verwirklichen. Ein Traum, bei dem es fraglich ist, ob er bei mir funktioniert und ob er mich glücklich gemacht hätte.

Link: Peters legendäres Unternehmen: Classic Bike Adventure

Von Madras (Chennai) nach Goa

Einmal quer durch den Subkontinent

Heutzutage dürften die Strassen auf dieser Strecke gut sein. Der Weg lässt sich wahrscheinlich in einer überschaubaren Zeit bewältigen. Das war damals nicht der Fall. Ich habe für die Tour von Madras nach Goa drei Tage benötigt. Und Peter hatte mir bestätigt, dass ich damit eine gute Zeit gefahren bin. Das vom Chef-Road-Captain zu hören war eine Art Ritterschlag für einen Enfield-Bullet-Piloten.

Auf der Strecke hatte ich einen halben Liter Öl verbraten, eine Zylinderkopfdichtung ruiniert, und den Kabelbaum im hinteren Bereich durchgescheuert. Ich habe heute keine Ahnung mehr, wie ich das Alles angestellt habe. Und in meinen Notizen finde ich auch noch den Hinweis, dass ein Blinker-Lämpchen drauf gegangen ist. Als Krönung des Ganzen, hatte ich diverse Muttern und Schrauben am Strassenrand verteilt.  

Aus dem Fahrtenbuch

29.12.1994

  • Madras – Channarayapatna
  • 483,5 km in 12 ½ Stunden

30.12.1994

  • Channarayapatna – Bhatakal
  • 359,3 km in 10 ½ Stunden

31.12.1994

  • Bhatakal – Candolin (Goa)
  • 230 km in 7 Stunden

Gesamtstrecke: ca. 1072 Km

Gesamtfahrzeit: ca. 30 Stunden

Bei der heutigen Strassenführung berechnet Google Maps 1045 Km und eine Fahrzeit von 20 Stunden und 27 Minuten. Allerdings ohne Verkehrsaufkommen und das dürfte eher illusorisch sein.

REISETIPPS FÜR ENFIELD-TOUREN

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

Dieses Zitat stammt von dem Royal-Enfield-Bullet-Fahrer George Orwell. Der war ja nebenbei auch noch ein begnadeter Schriftsteller. Und die Eile von der Orwell hier spricht, sollten wir uns in Indien unbedingt verkneifen. Termindruck und Strassenverkehr sind zwei Dinge, die sich in diesem Land nicht vertragen. Wer überleben will und einen Zustand körperlicher Unversehrtheit bevorzugt, lässt sich Zeit. Und vor allem lässt er dem Stärkeren den Vortritt. Den nehmen die sich nämlich sowieso. Wenn gehupt wird heisst das aus dem Weg – ich stoppe nicht. Hier empfiehlt es sich unbedingt Platz zu machen. Nur Idioten würden in einem solchen Fall auf die Reglungen der Strassenverkehsordnung beharren. Denn die haben in Indien einen eher theoretischen Charakter. Sie kommen nur dann zu tragen, wenn die Polizei einen Sachverhalt beurteilt. Im Alltag gilt vor allem das eine verlässliches Gesetzt. Und das ist das Recht des Stärkeren. Die Hupe ist dabei ein wichtiges Kommunikationsmittel. Entsprechend fährt man in Indien sehr stark nach Gehör. Das ist ein Umstand, den ich mir zunutze gemacht habe. Der Trick war, dass ich meine Enfield Bullet mit zwei Ambassador-Hupen ausstatten liess. Ob es Originalteile waren, weiss ich nicht mehr. Auf jeden Fall klangen sie wie ein Ambassador.

Wenn ich mit dieser Modifikation das Signalhorn betätigte, glaubten die Leute es komme ein Auto. Die Verkehrsteilnehmenden haben dann gleich ein Stück mehr Platz gemacht. Sobald man allerdings gemerkt hat, dass ich auf meiner Essiggurke vorbei geeiert bin, fand man das nicht so toll.

Freunde im Strassenverkehr habe ich mir mit dieser Täuschung nicht gemacht. Aber man muss ja nicht von allen geliebt werden.

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Comments

  1. Lieber Thomas, das ist für mich Deine bisher absolut stärkste Geschichte! Der Anfang ist sensationell spannend wie ein action Film. Und später schreibst Du von Deinen Lebensträumen und der Wirklichkeit. Sehr persönlich! Und das Ganze vorwiegend im Futur, sozusagen als Vorschau. Genial!
    Und nebenbei: Auch ich habe Karl May verschlungen, damals unter der Bettdecke! (Ups, etwas schräg formuliert. 😂) Vor ein paar Wochen wollte ich dann noch mal lesen, was mich in meiner Jugend so fasziniert hat. Ich kam über die ersten zwei Seiten nicht hinaus. Der Stil ist mir heute viel zu banal. So ändern sich die Zeiten bzw. man entwickelt sich. Dennoch hat mich Winnetou damals zum Lesen gebracht und ich wurde eine großer Verehrerin des Apatchenhäuptlings. Habe Pierre Brice mehrmals in dieser Rolle live gesehen und bis heute die Winnetou-Melodie als Klingelton auf meinem Handy! Und wahrscheinlich haben mich diese Geschichten zur Reiterei und später auch zum Motorrad Fahren gebracht.

    • Liebe Ulla

      Herzlichen Dank für diese schöne Kritik. Da freue ich mich drüber.

      Es freut mich auch, dass du ebenfalls Karl-May-Fan warst. Und das mit dem Klingelton finde ich super. Schon als Junge hatte ich bei der Melodie eine Gänsehaut bekommen. Aber wie du sagst. Man entwickelt sich weiter. Sowohl in Sachen Gänsehautmusik, als auch bei den literarraischen Vorlieben. Ich kann mir heute auch keinen Karl-May-Schmöker mehr antun. Aber es gibt Karl May auch für Anspruchsvolle. Beeindruckten war die Hörspiel Bearbeitung des Orientzyklus durch Walter Adler. Eine WDR Produktion aus dem Jahr 2006. Leider sind die Hörspielfolgen im Netz nicht mehr abrufbar. Adler hatte genial die Texte mit der Biografie des Karl May verwoben.

      Toll, dass dich die Karl May Bücher zum Reiten und zum Motorradfahren animiert haben. Der Mann hat die Abenteuerlust und die Phantasie bei Generation von jungen Menschen beflügelt. Was eine Leistung!

      Liebe Grüsse
      Thomas

  2. Lieber Thomas, da hast du aber Glück gehabt. Eine solche Aktion hätte schlimm, ja sogar tödlich ausgehen können.
    Ja, die Straßen sind heutzutage definitiv in einem besseren Zustand, aber sicherer sind sie nicht. Grade auf den Highways wird nun viel schneller gefahren. Viele Lastwagen sund unterwegs, und diese halten ihre Ruhezeiten oft nicht ein. Da muss man ständig mit allem rechnen. Es passieren so viele Unfälle und auf den Highways enden viele davon tödlich. Nach 12 Jahren in Indien fahre ich hier kein Auto und schon gar kein Motorrad. Ich denke, zu deiner Geschichte sollte man unbedingt erwähnen, dass du ein Profi bist auf dem Motorrad. Grade Abenteurern ohne große Fahrkenntnisse würde ich von ein solchen Unternehmen dringend abraten. Ich habe schon so viele schlimme Unfälle gesehen.
    Die Schweiz ist übrigens meine alte Heimat. Liebe Grüße aus Chennai Irène

    • Vielen Dank für deine Rückmeldung, liebe Irène. Ich muss dir beipflichten: Das war gefährlich. Und du hast recht: Der Strassenverkehr ist sehr gefährlich. Wenn ich mir vorstelle, dass bessere Straßen zu schnellerem Fahren verleiten und das auch in Indien immer mehr Fahrzeuge unterwegs sind, verstehe ich sehr gut, dass du aufs Fahren verzichtes.

      An deinem Blog habe ich viel Freude.

      https://meinlebeninindiendotblog.com

      Insbesondere die Rezepte sind sehr inspirierend.

      Herzliche Grüsse aus deiner alten Heimat
      Thomas

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