Blöder Krümmer I

Teil 1

„Verpiss dich von der Fahrbahn!“ Zutiefst genervt brülle ich den Satz in den Fahrtwind. Dort verhalt mein Fluchen ungehört. Ich bin nicht nur genervt. Ich bin sauer und ich bin frustriert. Vor allem aber bin ich voller Panik. Und getrieben von diesem explosiven Gefühlscocktail rase ich über die Autobahn.

Die Tachonadel zittert bei hundertzwanzig Stundenkilometern. Mehr gibt der archaische Bullet-Motor nicht her. Aber das macht nichts. Auf einer Royal Enfield fühlen sich Hundertzwanzig sehr schnell an.

Der kleine Fiat vor mir zwingt mich das Tempo zu reduzieren. Dann stellt der Fahrer den Blinker und gibt endlich die Überholspur frei. Ich drehe den Gasgriff bis zum Anschlag und spüre wie der Motor mit einem wohligen Vibrieren anzieht. 

Dem Fahrer des Kleinwagens galt meine rüde Aufforderung. Und jetzt bin ich mit dem Fahrzeuglenker auf gleicher Höhe. Mit bösem Blick schaue ich in das Auto und murmele ein übles Schimpfwort.

Der Mann registriert das nicht und blickt wohlwollend auf mein Motorrad. Dann schaut er auf und schenkt mir ein Lächeln. Ein Lächeln das mich besänftigt. Und eigentlich ist so ein Fluchen nicht meine Art. Hier ist es völlig unangebracht.

Der Fahrer ist ein gutaussehender junger Mann. Mit seiner Panto-Brille könnte er ein Student sein. Der Mann wirkt gepflegt, gebildet und freundlich. Es gibt keinen Grund ihn zu beschimpfen. Und dennoch habe ich es gemacht.

Neid war hier wohl der Antrieb. Denn ich neide ihm seine Jugend, seine Schönheit und seine Unbeschwertheit. Ja, und nicht nur das. Neben dem Mann sitzt eine lachende junge Frau. Auch die neide ich ihm. 

Ich schere vor dem Fiat ein und lasse einen Audi überholen. Der wirkt ungeduldig und drängelt schon seit geraumer Zeit. Auch ihn belege ich mit wüsten Beschimpfungen. 

Vielleicht hätte der Audi-Fahrer meine Flüche am ehesten verdient, denn der beschleuniget, als sei ihm der Begriff Geschwindigkeitsbegrenzung absolut fremd. Aber meine negativen Gefühle haben ihren Ursprung weder beim Mann im Audi noch bei dem im Fiat. Die Beiden sind nur Projektionsflächen. Und in meiner Verfassung könnte ich auf die ganze Welt schimpfen. Auf das Leben, auf das Werden und auf das Vergehen. Vor allem auf das Vergehen.

Ich rase und fluche auf der Autobahn, weil ich heute beim Urologen war. Und weil es unklug ist nach Urologenbesuchen auf der Autobahn zu rasen, nehme ich die nächste Abfahrt.

Dort finde ich mich auf einer Landstrasse wieder. Um mich herum leuchten grüne Felder. Dazwischen strahlt das intensive Geld des Raps. 

Sonnenblumen wiegen ihre Köpfe im lauen Wind und der Klatschmohn blüht am Strassenrand – kleine rote Flecken die an mir vorbei ziehen. 

Es ist idyllisch und es ist Sommer. Es ist ein wunderbarer Tag. Und normalerweise geniesse ich solche Fahrten. Aber heute scheint es, als würde mich all das hier verhöhnen.

Im Geiste lasse ich die Hiobsbotschaften und Schreckensmomente nochmals Revue passieren. Ich versuche das Furchtbare zu fassen. Und ich erinnere mich daran, wie das ganze Drama begann. 

Angefangen hatte es mit einem brennenden Schmerz im Glied. Das bemerkte ich erstmals so um Weihnachten herum. Erektionen waren zu dieser Zeit echt kein Vergnügen.

Aber was soll’s, dachte ich mir. Hauptsache er steht noch. Alles andere ist sekundär. Und solange das Motorradfahren nicht weh tut, ist das Leben im grünen Bereich.

Irgendwann liessen dann die Schmerzen nach und die Probleme begannen. Mich schaudert bei der Erinnerung. Also verdränge ich das Geschehene. Stattdessen konzentriere ich mich auf die Kurve, die vor mir liegt. Ich schneide sie perfekt an. Wenigstens das funktioniert noch.

Wieder in der Geraden holt mich die grausame Realität ein. Ich beschleunige, um vor dem Unfassbaren zu fliehen, aber die Strassenverkehrsordnung verhindert meine Flucht. Bei achtzig Stundenkilometern ist auf Schweizer Landstrassen Schluss. Und Rasen ist ja auch keine Lösung. Zumindest nicht auf Dauer.

So reduziere ich das Tempo auf siebzig und lasse es zu, dass mich die Erinnerungen einholen. Das machen die dann auch. Und zwar in aller Brutalität. 

Nach dem die Schmerzen weg waren, stand mein bestes Stück nicht mehr wie eine Eins. Er hing eher und an manchen Stellen wurde er weniger hart. Vor allem bekam mein Glied einen Knick. Ich habe seit dem einen hässlichen krummen Schwanz. 

OK, beim Glied des Mannes kann man schwerlich von Schönheit reden. Ein wenig sieht das Ding ja immer wie der Tentakel eines Ausserirdischen aus. Mit dieser Krümmung allerdings, wirkt mein Glied wie ein besonders monströses Tentakel. Der Tentakel eines absolut ekligen Aliens. 

Und bei der ganzen Sache ist es nicht nur der kosmetische Aspekt, der mich in meinem Mann sein zutiefst verstört. Auch die funktionalen Folgen sind in ihren Auswirkungen katastrophal.

Im Gegensatz zu meinem Glied, macht der Auspuff-Krümmer am Motorrad durchaus Sinn. Seine Aufgabe ist es, die Abgase aus der waagerechten Zylinderöffnung in den weiter unten verlaufenden Abgasstrang umzuleiten. Das ist eine tolle Sache, aber in meiner Hose völlig fehl am Platz. 

Dafür machen Form und Konsistenz nun viele Stellungen unmöglich. Das Kamasutra wird für mich in weiten Teilen zu einem Stück fantastischer Literatur. Tränen treten mir bei dem Gedanken in die Augen.

Nicht, dass mir das Kamasutra bisher viel bedeutet hätte. Ich war nie so der Akrobatik-Freak. Aber die gelegentlichen Variationen hatte doch etwas Anregendes und Erfrischendes.

Jetzt dürfte ich schon bei der Missionarsstellung Probleme bekommen. Und dieses Leid klage ich meinem Urologen.

Der gibt sich verständnisvoll, ist aber nicht wirklich interessiert. Sein Verdacht lautet Induratio Penis Plastika, kurz IPP. Das ist eine Krankheit, die Männer zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr erwischt. 0,5 Prozent sind davon betroffen. Und im Klartext bedeutet das, dass ich bei einem Gang Bang mit hundert Männern die einzige halbe Portion wäre, die einen krummen Schwanz hat. 

Nicht, dass ich an solch geselliger Herrenrunde teilnehmen würde. Ich mag es dann doch etwas intimer. Aber das Beispiel macht bildhaft deutlich, dass meine penile Situation eine Art Sechser im Lotto ist. Also im negativen Sinne.

Manche Autoren behaupten auch, dass viel mehr Männer daran erkranken. Aber es gibt nur wenige epidemiologische Daten. Für krumme Schwänze interessiert sich kein Mensch – ausser die, die darunter leiden.

In der Schweiz hat das urologische Desinteresse vor allem monetäre Gründe. Die Krankenkassen zahlen die Behandlung nicht. Und auch im Bereich der operativen Hilfe sind sie sehr restriktiv. Mit der IPP lässt sich also kein Geld verdienen. Und Geld verdienen ist nun einmal ein wichtiger therapeutischer Aspekt. Ein Aspekt der von Urologen besonders geschätzt wird.

Schweizer Urologen haben an der IPP kein Interesse, weil die helvetischen Kassen nicht zahlen. Und die bezahlen aus zwei Gründen nicht. Zum einen zeigen die konservativen Therapien nur geringe bis gar keine Erfolge. Zum anderen ist man in der Schweiz der Ansicht, dass beim Sex die Solidarität aufhört. Vögeln ist bei uns ein reines Privatvergnügen.

Allerdings geht es bei der Krankheit nicht nur um die Fähigkeit zur Kopulation. Denn laut einer Studie haben Männer mit IPP ein höheres Krebsrisiko. In manchen Fällen bis zu 40 Prozent.

Auf der anderen Seite steckt die Menschheit mitten in einer furchtbaren Pandemie. Und da sind ein paar krumme Schwänze mit verschärftem Tumorrisiko, ein eher unbedeutendes Problem.

Mein Urologe versucht mir behutsam klarzumachen, dass ich ihn mit meinem Fall von wichtigeren und lukrativeren Aufgaben abhalte. Er verweist darauf, dass man jetzt die Akutphase abwarten müsse. 

Ich frage den Urologen, was das denn nun für mich und mein Liebesleben bedeutet würde. Der räuspert sich und setzt zu einer Erklärung an.

„Bei dieser Erkrankung bildet sich Bindegewebe. Das Bindegewebe verformt dann den Penis. Und in manchen Fällen stört es auch die Durchblutung. Sollte sich also die Sache ungünstig entwickelt…»

Der Arzt unterbricht seinen Redefluss und schenkt mir ein verbindliches Lächeln. Dann fährt er fort.

„… könnte das für Sie Impotenz bedeuten»

Es dauert einen Moment, bis die Botschaft zu mir durchdringt. Irgendetwas in meinem Gehirn scheint das Gesagte zu blockieren. Dann aber begreife ich und kalte Schweissperlen treten auf meine Stirn. Die Hände zittern und in meinen Ohren beginnt ein gigantischer Tinnitus zu pfeifen.

Der Urologe bemerkt meine desolate Verfassung und versucht mich aufzumuntern.

„Manche Männer finden Impotenz gar nicht so schlimm.“

Ich schaue ihn verständnislos an, will etwas sagen, aber mein Mund klappt nur tonlos auf und zu.

Der Urologe nutzt meine Sprachlosigkeit, um mir eine andere Hiobsbotschaft unterzujubeln.

„Die Krankheit verläuft schubartig. Das kann in ein paar Jahren plötzlich weiter gehen.“

Einen Moment kämpfe ich mit meiner Schnappatmung. Dann stottere ich: „Kann … kann … kann man denn da jetzt gar nichts machen?“

Der Urologe erklärt mir, dass er eine Verhärtung tasten konnte und dass er mir empfiehlt diese Stelle oft zu massieren. Überhaupt solle ich für eine gute Durchblutung sorgen. Ich bekomme sozusagen Masturbation und Geschlechtsverkehr auf Rezept.

Als Motorradfahrer habe ich eine Vorliebe für technische Lösungen und so frage ich den Urologen, ob es spezielle Schraubstöcke gibt, mit denen ich meinen Schwanz wieder geradebiegen kann. 

Hier verneint mein Urologe. Im chemischen Bereich empfiehlt er mir Tabletten, die Erektionen unterstützen und so den Blutfluss fördern. Im mechanischen Bereich könnte eine Penispumpe hilfreich sein.

„Eine Penispumpe?»

Zweifel schwingt in meiner Frage. Der Urologe antwortet mit einem knappen „Ja“. Ich denke darüber nach.

Motorräder haben Benzinpumpen. Und mit Motorrädern erlebe ich viel schöne Sachen. Genauso wie mit meinem Penis. Mit dem Teil hatte ich schon ein ganze Menge Spass. Wieso sollte er da nicht auch eine Pumpe bekommen? Also her mit dem Ding.

Ich frage den Urologen, wo ich so was denn am besten erwerben kann. Der lächelt wissend und gibt sich humorvoll.

„Wenn Sie auf Schmerzen und Verletzungen stehen, können Sie sich ein billiges Modell im Sexshop kaufen. Wenn Ihnen etwas an schmerz- und verletzungsfreiem Training liegt, empfehle ich Ihnen ein besseres Modell.“

Der Urologe grinst verschmitzt und ich wähle die Variante schmerz- beziehungsweise verletzungsfrei. Dann verlasse ich das Sprechzimmer.

Draussen erwartet mich eine Praxishilfe. In ihren Händen hält sie einem Computerausdruck und das Rezept für die Erektionstabletten.

Während mir die junge Frau beides überreicht, versucht sie nicht in meine Augen zu schauen.

Ich bedanke mich artig und betrachte den Ausdruck. Darauf abgebildet ist das Produkt eines Onlineshops – die ominöse Penispumpe. Irgendwie fühle ich mich von diesem Gerät unangenehm berührt.

So verlasse ich die Praxis und steuere die nächste Apotheke an. Dort lege ich das Rezept auf den Tresen. Ein Apotheker bedient mich und ich bin froh, dass es ein Mann ist. Leider wird diese Freude bald getrübt.  

Neben mir steht eine junge Frau und lässt sich bezüglich eines Vitaminpräparates beraten. Der Apotheker kommt mit den Medikamenten zurück und erklärt laut und deutlich die Anwendungen der erektionsfördernden Tabletten. Die junge Frau mustert mich dabei skeptisch.

Leicht säuerlich frage ich den Apotheker, ob man das nicht dezenter machen könne. Zumindest in einem Rahmen ohne dass die ganze Apotheke etwas davon mitbekommt.

Ich formuliere die Kritik in der gleichen Lautstärke, in der er auch mit mir spricht. Und anscheinend habe ich ihn damit in seiner Berufsehre gekränkt. Der Apotheker wirkt verschnupft. Zwei Helferinnen beobachten mit diebischer Freude die Reaktion ihres Chefs. Der Mann ist zwei Meter gross und sein tiefer Bass dröhnt nun durch den Raum. 

Ich müsse mich doch nicht wegen meiner Erektionsstörungen schämen, tönt er. Das sei doch heutzutage ganz normal. Er empfiehlt mir etwas Gelassenheit im Umgang damit.

Ich versuche eine angemessene Portion Sarkasmus in meine Stimme zu legen und sage ihm, dass ich seine Gelassenheit mit meinen Sexualstörungen super finde.

Die Frau neben mir beobachtet uns aus den Augenwinkeln. Sie hat sichtlich Mühe der Beratung bezüglich ihrer Vitamine zu folgen. Die beiden Apothekenhelferinnen sortieren etwas an den Regalen. Sie scheinen amüsiert.

Ich erkläre, dass ich mir schon immer einen tabulosen Apotheker gewünscht habe und dass Diskretion und Datenschutz im Allgemeinen überbewertet werden. Dann bezahle ich eine horrende Summe für die Medikamente.

Kurz danach bin ich froh aus der Apotheke raus zu sein. Beschämt, von dem Auftritt auf dieser öffentlichen Bühne schlurfe ich heim.

Dort tippe ich auf meinem iPad und versuche mir eine Penispumpe zu bestellen. So intim von zu Hause aus ist das sicher angenehmer als in einem Laden.

Nach etwas googeln finde ich einen Online-Shop für Medizinprodukte. Ein Geschäft, spezialisiert auf den Bereich der sexuellen Gesundheit. Von der Webseite lächeln mich gutaussehende Senioren und Seniorinnen an. Die Damen und Herren sind mindestens 15 Jahre älter als ich. Und in ihrer Gesellschaft fühle ich mich absolut deplatziert. Also ignoriere ich die Fotos und forsche nach dem mir empfohlenen Gerät. 

Nach ein paar Klicks habe ich ihn gefunden. Der REHABI Penile Vakuum-Trainer kostet zweihundertacht Franken, inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich der Versandkosten. Das Gerät sieht mehr medizinisch als sexy aus. Aber wenn es der Begradigung des Krümmers dient, dann soll es so sein.

Ich beginne mit dem Kaufvorgang. Und das lästige Eingeben der persönlichen Daten beschäftigt mich eine Weile. Auf das Angebot als Kunde registriert zu werden, verzichte ich dankend.

Trotzdem klappt alles zu meiner Zufriedenheit. Bis auf den letzten Schritt. Die Bestätigung des Kaufs erscheint einfach nicht. Stattdessen kommt eine Fehlermeldung des Browsers: Die Seite kann nicht angezeigt werden.

Ich checke meine E-Mails, aber auch dort findet sich nichts, was auf den getätigten Kauf hinweist. Vielleicht landen ja Penispumpen im Spam-Ordner, denke ich mir. Aber der enthält ebenfalls kein Bestätigungsmail. Ich warte noch eine Weile und nichts passiert.

Also versuche ich erneut mein Glück und das gleich mehrmals. Aber alle Versuche scheitert an der Kaufbestätigung. Nach dem vierten Anlauf gebe ich genervt auf. In meinem Postfach ist nach wie vor tote Hose. 

Was soll’s. Ich verschiebe das Penispumpen-Projekt und mache mich für das Wochenende zurecht. 

Ich werde mich auf mein Motorrad setzen, zu meiner Frau fahren und mit ihr etwas Zeit verbringen. Wir leben nämlich an getrennten Orten. 

In meinem Frust rase ich auf der Autobahn und fahre nun auf dieser Landstrasse. Irgendwann halte ich an und werfe einen Blick in mein Postfach. Dort verkünden mir mehrere E-Mails, dass ich nun stolzer Besitzer von vier Penispumpen bin. 

Die Bestellungen scheinen wohl doch geklappt zu haben und das ist ziemlich doof. Ich will ja nur eine und keine vier Penispumpen. Fieberhaft überlege ich, was zu tun ist.

In Deutschland wäre das jetzt kein Problem, denn da kann man von einem Kaufvertrag locker zurücktreten. Als Schweizer haben wir aber ein anderes Rechtssystem. Hier gilt der juristische Grundsatz pacta sunt servanda. Das ist Latein und bedeutet frei übersetzt: Wer Kaufverträge über vier Penispumpen abschliesst, muss auch vier Penispumpen bezahlen. Durchschnittliche Doofheit ist kein Grund, um von dieser Verpflichtung entbunden zu werden.

Natürlich könnte ich mich auf das nicht Funktionieren der Webseite berufen. Aber jeder Schweizer Online-Shop, der etwas auf sich hält, würde es hier auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Und mal ehrlich: Wer will schon als Partei in einem Gerichtssaal stehen, wenn der Richter verkündet: „Streitwert vier Penispumpen.“

Einigermassen aufgelöst rufe ich bei dem Online-Shop an. Dort nimmt eine freundliche Dame meine Reklamation entgegen. Sie prüft die Angelegenheit und meint, dass das Geld für die Pumpen schon von meiner Kreditkarte abgebucht sei. Ich schlucke leer. 

Man merkt, dass die Firma vor allem mit der Impotenz im sexuellen Bereich zu tun hat. Ein Kunde mit intellektueller Impotenz ist nun eine ganz neue Herausforderung. Eine Herausforderung, der sich die die Mitarbeiterin souverän stellt.

Die Dame verspricht mir alles Menschenmögliche zu tun, um mein Vier-Penispumpen-Dilemma zu lösen. Im Gegenzug versichere ich ihr meine ewige Dankbarkeit.

Nicht auszudenken, wenn ich die drei anderen Penispumpen auf Ebay weiterverkaufen müsste. Man kann ja auch schlecht beim Supermarkt an der Ecke ein Zettel am schwarzen Brett anbringen: Drei Penispumpen abzugeben, original verpackt und garantiert unbenutzt.

Nach dem ich mich hier nun in Schadensbegrenzung versucht habe, mache mich auf den Weg zu meiner Frau.

Fortsetzung

Nur soviel sei verraten. Weiblicher Humor kann echt brutal sein.

Bildergalerie

Comments

  1. Danke für die offenen Einblicke in dein Krümmerproblem. Ich leide mit dir. Besuche beim Urologen sind für keinen Mann erfreulich, egal ob halbhart, stahlhart oder mittelweich. 😉
    Wenn deine Frau den Humor behält, ist das schon mal sehr gut.
    Alles gute!

  2. wie immer, exzellentes adult entertainment.

    mir wird klar: ich kann mich glücklich schätzen, dass das werkzeug meines sexuellen unvermögens zum glück ästhetisch befriedigt. sprich: immer noch hübsch anzusehen, aber praktisch nutzlos. es bleiben dem vollreifen herrn ja immer noch garten, hobbykeller und sein motorrad. zu gemeinsamen aktivitäten mit der gattin laden küche, restaurants und städtebummel ein. es gibt unangenehmere arten der allmählichen kompostierung.

    • «Es gibt unangenehmere Arten der allmählichen Kompostierung.»

      Eine wunderbare Formulierung und eine Aussage in der Hoffnung und eine gute Portion Resilenz steckt.

      Herzliche Grüsse aus der Schweiz 🇨🇭

  3. Und es ist nur der Anfang, denn so eine Hllfs-Vakuumpumpe wirkt nur auf Zeit. Die nächste Stufe ist eine Mikropumpe, die im Hoden versteckt manuell den Schwellkörper zur Funktion bringt.
    Dabei ist immer zu Bedenken: ein Unglück kommt selten alleine.

    • Ja, ein Unglück kommt selten allein. Vor den möglichen Komplikationen eines solchen Eingriffs habe ich echt Respekt.

      Herzliche Grüsse aus der Schweiz 🇨🇭

  4. Ich bewundere jedes Mal Deine Sprachgewandtheit und Fantasie….und von einem Auspuffkrümmer auf vier Penispumpen zu folgern ist eine echte Meisterleistung. Ich liebe Deine Beiträge und freue mich auf mehr Lesenswertes. Gruß vom Namensvetter Jürgen Koch

  5. Uih, das ist ja mal ein pikantes Thema! Ich bewundere Deine Offenheit und Selbstironie, lieber Thomas! Sollte die Geschichte frei erfunden sein, bewundere ich Deine außerordentlich anschauliche Darstellung! Also so oder so, mit oder ohne Problem, keine Sorge um Deinen Status! Du bist und bleibst der Mann, vor dem sich die Frauen verneigen!

  6. Ich bin total begeistert, supergut geschrieben. Hoffentlich kommt ganz bald die Fortsetzung. Viele Grüße aus Hannover.

  7. Mensch Thomas,

    das gibts doch ned! Du machst Dich hier nackt vor uns, ich weiß garnicht ob ich das alles glauben soll. Das ist ja schrecklich. Allerdings hat das mit Deinem Dings auch was Gutes, wie heißt noch mal Dein Blog? Genau! Mir hat sich, bei Deinen Schilderungen, unten rum alles zusammengezogen.
    Aber bevor ich mir eine Penispumpe kaufe schaffe ich mir ne Güllepumpe an.
    Ich hoffe mal in Teil zwei wird alles gut.
    Thomas halt durch!

    LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

    • 😀 Ja, das Genre Horror kennt viele Formen. 😀 Danke für deine mitfühlende Worte, lieber Rudi Rüpel. Auf jeden Fall freue ich mich von dir zu lesen. Und bald geht es mit der Geschichte weiter. Eine Güllepumpe ist auch keine schlechte Investitionen. 😄

      Herzliche Grüsse aus der Schweiz 🇨🇭

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