Hilfe, meine Frau will nicht!

Sie will nicht mit dem Motorrad in die Ferien fahren. Dabei habe ich mich schon seit Monaten auf die Motorradferien gefreut.

Dass wir mit dem Motorrad fahren, war für mich von Anfang an eine unumstössliche Tatsache. Geradezu eine Gewissheit. Einer der wenigen Fixpunkte in meinem Leben.  

Und dann kommt meine Frau und erteilt mir die Lektion, dass nichts im Leben sicher ist.

„Du kannst ja mit dem Motorrad fahren“, schlägt sie mir süffisant vor. „Und wenn du Touren machst, finde ich sicher andere Männer, mit denen ich mir die Zeit vertreiben kann.“ Ihr diabolisches Grinsen verspricht nichts Gutes.

Ich versuche sie fürs Motorradfahren zu begeistern, aber gegen den Wetterbericht habe ich keine Chance. Es soll kalt werden. Schneeregen ist auch nicht ausgeschlossen.

Wie geht man mit so einer Situation um, frage ich mich. Was machen andere, wenn sie mit dem Auto und er auf dem Motorrad in die Ferien will?

Ich stelle die Frage in verschiedenen Facebook-Motorradgruppen und gestalte eine Umfrage. Den einleitenden Text lasse ich bewusst wage. Denn das gibt Interpretationsspielraum. Und dort, wo man interpretieren darf, legt man viel von den eigenen Vorstellungen und der eigenen Persönlichkeit rein.

Am Ende des Textes kann man mir einen Rat geben. Dafür sind zwei Optionen vorgesehen:

Motorradfahren & stressfrei frieren

Beifahrer im Auto & Beziehungsarbeit im Warmen

Die Formulierung der Optionen ist natürlich manipulativ, aber ich liebe den Begriff Beziehungsarbeit. Er löst bei den Menschen absolut unterschiedliche Emotionen und Bilder aus. Da ist das ganze Spektrum von der anstrengenden und unerquicklichen Arbeit an etwas, was eh nicht mehr zu retten ist, bis hin zum lustvollen Gestalten einer spannenden Beziehung.

Dieses Wort offenbart Grundhaltungen. Eine Vielzahl von Assoziationen. Man kann es sich als Skala vorstellen. Auf dem einen Ende stehen diejenigen, die sagen, dass Beziehung keine Arbeit sein darf. Sie meinen:

„Ich bin da und meine Anwesenheit reicht ja wohl vollkommen aus. Ausserdem fahre ich Motorrad und deswegen bin ich sowieso geiler als der Rest der Welt. Wenn meine Frau mehr von einer Beziehung will, kann sie sich ja eine Soap im Fernsehen anschauen. Das aber nur, wenn sie mich nicht bei der Sportschau stört.“

Auf dem anderen Ende der Skala sind die Menschen, die zur Erkenntnis gelangt sind, dass Beziehung nichts Statisches ist. Dass Beziehung immer etwas sein muss, das man bewusst und zielgerichtet gestaltet. Aus dem einfachen Grund, weil es nur so funktioniert. Damit die Beziehung immer spannend bleibt, man sich zusammen weiterentwickelt und dabei gegenseitig befruchtet.

Zu den letzteren Menschen gehöre ich. Ja, muss ich gehören, denn im Grunde meines Herzens bin ich ein egoistischer Scheisskerl, der eh macht, was er will. Und wenn ich da nicht ständig Beziehungsarbeit leisten würde, hätte ich schon bald keine Beziehung mehr.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich nicht sonderlich Beziehungstauglich bin und ständig das Gefühl habe, ausbrechen zu müssen.

Mit meiner Frau zum Beispiel halte ich es nur an den Wochenenden und in den Ferien aus. Deswegen wohnen wir auch nicht zusammen. Ein Arrangement, das ganz gut funktioniert.

Denn trotz meiner Beziehungsgestörtheit empfinde ich zu meiner Frau eine tiefe emotionale Bindung. Und ich wäre sehr unglücklich, wenn sie nicht mehr Teil meines Lebens wäre. Ja, ich würde einen wichtigen Halt verlieren. Deswegen ist hier Beziehungsarbeit eine existenzielle Beschäftigung.

Das verschweige ich bei meiner Facebookumfrage, denn eigentlich tut es nichts zur Sache. Hier geht es im Kern um die Frage, ob das Motorrad oder die Liebe in der persönlichen Wertehierarchie höher stehen.

Aber so einfach wird es nicht und die Fülle der Kommentare beeindruckt mich zutiefst. Vor allem werden die Menschen, die auf meine Facebookumfrage reagieren, meiner Beziehung guttun. Denn meine Frau wird später sagen, dass sie sich schon lange nicht mehr so gut mit mir amüsiert hat, wie an diesem Abend. Und eine Frau, die sich mit ihrem Mann amüsiert, ist eine glückliche Frau.

Die Umfrage habe ich in 25 Motorradgruppen lanciert. 2470 Personen haben dort abgestimmt und 330 Kommentare sind eingegangen. Davon haben 110 Frauen und 220 Männer kommentiert.

Das Ergebnis wäre sicherlich ein anderes, wenn ich Facebookgruppen mit nicht motorradspezifischem Fokus wählen würde. Zum Beispiel Gruppen mit den Titeln „Ehe retten“ oder „Romantik leben“. Aber diese Gruppen liegen nun einmal nicht in meinen Interessensgebieten.

Menschen, die sich in den einschlägigen Motorrad-Facebookgruppen bewegen, sind stark mit ihrem Hobby verbunden, mehrheitlich männlich und ähnlich wie ich keine Ideal-Ehemänner.

Entsprechend verwundert es nicht, dass 2130 Personen für die Option „Motorradfahren und stressfrei frieren“ stimmen.

Nur 340 Personen finden, dass ich meine Ferien als Beifahrer im Auto fristen soll. Mit konstruktiver Beziehungsarbeit im Warmen.

Immerhin sind das 13,7 %! Und hier zeigt sich, dass es auch in der Motorradszene Personen gibt, die sich durch Beziehungsfähigkeit und Sozialkompetenz auszeichnen. Das wird besonders in den Kommentaren deutlich.

Viele dieser Menschen gehen technisch-pragmatisch an das Problem heran. Sie empfehlen die Montage einer Kupplung und die Miete eines Anhängers. Mopeds auf den Hänger schnallen und dann fröhlich im Auto an der Beziehung arbeiten. 29-mal wird uns der Vorschlag gemacht. Und unter diesen Pragmatikern befinden sich 7 Frauen und 22 Männer.

Dieser Pragmatismus scheint mir typisch für Motorradfahrende und ich finde eine solch praktische Herangehensweise sehr sympathisch.

Aber so gut dieser Vorschlag auch gemeint ist, so sehr sorgt er für eine kurzfristige beziehungsmässige Verstimmung.

Ich habe diese Empfehlungen nämlich zum Anlass genommen meiner Frau ein paar Vorwürfe unter die Nase zu reiben. Vorhaltungen, die ich immer wieder gerne mache.

„Du mit deinem scheiss Öko-Hyundai! Kaum Spritverbrauch, dafür aber auch keine Leistung und keine Hängerkupplung. Die Karre ist kein Auto, sondern eine Zumutung.“

Die Antwort meiner Frau ist seit Jahren stereotyp dieselbe.

„Das ist mein und nicht dein Auto und wenn es dir nicht passt, kannst du ja zu Fuss gehen oder mit dem Motorrad fahren.“

Die technisch-pragmatische Lösung scheitert also an der Autowahl meiner Gattin: Ein zu schwacher Motor. Wenn überhaupt, sollte man im Frontbereich eine Hängerkupplung anbringen. Damit der Hyundai von einem vernünftigen Auto gezogen werden kann.

Aber Gottseidank gibt es nicht nur den technisch-pragmatischen Ansatz. 33 Kommentare empfehlen einen Kompromiss: Ich fahre mit dem Motorrad und meine Frau fährt mit dem Auto. Am Ferienort können wir dann immer noch Beziehungsarbeit leisten. 19 Männer und 14 Frauen finden das eine gute Lösung.

Theoretisch haben die Recht. Aber leider ist die weibliche Praxis weitaus schwieriger, als es der Umgang mit Frauen theoretisch sein sollte.

Meine Frau empfiehlt mir zwar mit dem Motorrad zu fahren, meint aber im selben Atemzug, dass sie auch nichts dagegen hätte, wenn ich im Auto mitfahre.

Als Mann muss man hier hellhörig werden und ganz genau die Zwischentöne wahrnehmen. Es gilt das Unausgesprochene zu erahnen und wenn das nicht gelingt, dann hat man von vornherein verloren.

Verloren hat man an als Mann sowieso und man kann es nur falsch machen. Aber das ist egal. Im Wesentlichen kommt es darauf an, ob man es total falsch oder nur ein bisschen falsch macht.

Ich entscheide mich für ein bisschen falsch machen und als Mann mit dem Lebensziel Frauenversteher treffe ich die Beste der möglichen Entscheidungen.

Im Gegensatz zu dem Mainstream in den Motorradgruppen wähle ich die Option „Beifahrer und Beziehungsarbeit im Warmen“. Zugegeben eine Wetterprognose mit niedrigen Temperaturen und der siebzigprozentigen Wahrscheinlichkeit von Schneeregen haben mir die Entscheidung leicht gemacht. Und die Motorradoption kann ich mir ja immer noch für den zweiten Teil der Reise vorbehalten.

Meine Frau mosert zwar, dass es schöneres gibt, als mich als Beifahrer zu haben, aber das macht sie nur der Form halber. Als Problem-Ehemann, darf sie es mir nicht all zu leicht machen.

Im Grunde freut sich meine Gattin, dass ich neben ihr sitze, wenn es in die Berge geht. Und damit bin ich als Problem-Ehemann gegenüber Problem-Bären absolut privilegiert. Letztere werden nämlich gnadenlos gejagt und totgeschossen.

Einen Regenschauer nutze ich für ein Facebookfoto und poste meine Entscheidung und die Art, wie ich mit meiner Frau in die Ferien fahre. Ein Witzbold kommentiert darauf:

„Ich weiss jetzt gar nicht, wie ich ohne diese Information durch den Tag gekommen wäre.“

Ich weiss es auch nicht und ignoriere den ironischen Unterton. Dafür freue ich mich, dass der Autor dieser Zeilen alles weiss, um seinen Tag zu bewältigen.

Mir fehlt dieses Wissen noch. Und es fehlt mir meistens, wenn ich mit meiner Frau in die Ferien fahre. Denn meine Frau sucht die Destinationen aus und plant die Route. Ich bin vorher viel zu beschäftigt, um mich um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Hier lasse ich meine Frau machen. Denn im Machen ist sie echt gut.

Ich weiss, dass es zuerst in die Berge und dann in die Westschweiz geht. Mehr weiss ich nicht.

Ich lass mich überraschen und es wird spannend, als meine Frau den Brienzersee ansteuert. Sie biegt ab, fährt zu den Giessbachfällen und hält vor einem der legendären Schweizer Grandhotels.

Ich schaue auf einen ziemlich teuren Schuppen und unsere Karre ist mit Abstand das billigste Auto auf dem Parkplatz.

„Das“, verkündet meine Frau stolz „ist mein Weihnachtsgeschenk für dich.“

Es ist Frühling und ich verstehe nicht ganz. Auf einem Schild zu meiner Rechten lese ich „Rolls Royals only“. Mit proletarischem Stolz freue ich mich, dass unser mickriger Hyundai den Platz belegt. Trotzdem bin ich irgendwie perplex.

Meine Frau bemerkt meine Irritation und wirkt verärgert.

„Sag bloss, du hast es vergessen.“

Enttäuschung liegt in ihrer Stimme. Reflexartig streite ich ab.

„Natürlich nicht. Sowas vergisst man doch nicht!“

Ich sage es im Brustton der Überzeugung und versuche mich zu erinnern. Irgendetwas war da doch. Ja, meine Frau hatte kein Weihnachtsgeschenk für mich. Und irgendwas hatte sie mir an Heiligabend versprochen. Ich küsste sie darauf zärtlich und hatte die Sache dann in einer Schublade abgelegt. In der Schublade für „Gutscheine und Versprechen, die nie eingelöst werden“. Danach ist dieser Moment in Vergessenheit geraten.

Für mich war das so etwas wie die selbst gestalteten Gutscheine, die ich gelegentlich verschenke. So etwas wie ein „Romantikwochenende mit High-Level-Verwöhnprogramm für die Frau“ oder einmal nackt die Fenster putzen. Also all so Zeug, das man eh nie macht. Bei solchen Präsenten geht es um den guten Willen. Aber bekanntlich ist der Wille stark und das Fleisch schwach.

Dumm nur, dass bei meiner Frau Wille und Fleisch stark sind. Im Gesatz zu mir ist sie integer. Wenn sie etwas verspricht, dann hält sie es auch.

Mir steht der Mund offen, denn vor meinen Augen ragt ein schlossartiges Haus gen Himmel. Ein stilvolles Grandhotel aus der Belle Époque. Die Übernachtungen hier müssen ein Vermögen kosten.

Ich bin gerührt und für einen kleinen Moment spüre ich so etwas wie Trauer. Trauer darüber, dass ich meiner Frau kein guter Ehemann sein kann, Trauer darüber, dass ich ein Scheisskerl bin. Und Trauer darüber, dass ich ähnliche Versprechen nie halte. Ja, dass ich erst gar keine Versprechen und Geschenke in diesem Preissegment mache.

Aber die Trauer währt nur kurz und das ist ja das Schöne daran, wenn man ein Scheisskerl ist. Das eigene Unvermögen verdrängen Scheisskerle effizient und erfolgreich.

Ich lächele und gebe meiner Frau einen Kuss.

Dabei denke ich an die freundlichen Herren, die mir empfohlen haben, sofort die Scheidung einzureichen.

Bei ihnen möchte ich mich hier in aller Form bedanken: Danke Jungs! Vielen, vielen Dank! Ihr seid echte Romantiker. Hätte ich auf euch gehört, hätte ich nie von diesem wunderbaren Geschenk meiner Gattin erfahren. Ich würde jetzt allein auf meinem Motorrad frieren und meine Frau würde sich in der luxuriösen Hotelbar von irgend so einem reichen Schnösel anbaggern lassen.

Echt super. Ihr solltet eine Online-Paarberatung aufmachen. „Gib der Liebe eine Chance“ wäre dann aber nicht der optimale Name für diese Institution.

Immerhin haben mir 5 Männer die Scheidung empfohlen. Ein Mann hat mir auch gleich den Link einer Online-Scheidungsagentur geschickt. 3 Männer meinten, ich solle mit einer anderen Frau in die Ferien fahren, wahrscheinlich mit einer ohne Grandhotel im Geschenkportfolio.

Nicht ganz so kompromisslos waren 4 Personen. Sie haben mir empfohlen einfach allein Ferien zu machen.

Immerhin gab es keine Empfehlungen meine Gattin zu züchtigen oder sie in den Keller zu sperren. Und hier erkennt man recht deutlich, dass Motorradfahrende im Kern ihres Wesens zivilisierte Menschen sind.

Während meine Gattin ihr Fahrzeug parkt, sehe ich einen livrierten Herrn, der einen goldenen Rollwagen belädt. Das Gepäck holt er aus einem parkenden Auto. Ich bin beeindruckt, was alles in so einen kleinen Porsche reinpasst.

Der Porschefahrer und seine extrem langbeinige Frau sind zuvor aus dem edlen Gefährt gestiegen. Jetzt schlendern sie unbeschwert zum Hotel.

Eigentlich könnte ich jetzt auch so nonchalant aus unserem Hyundai steigen und meine Gattin an den Arm nehmen. Aber das tue ich nicht. Um das Trinkgeld zu sparen, schleppe ich das Gepäck selbst. Im Grunde meines Herzens bin ich halt eher so der Billighotel-Typ.

In einer Ecke finde ich einen Gepäckwagen, ähnlich denen, die man von den Bahnhöfen her kennt. Das Ding belade ich und dackel meiner Frau hinterher.

Meine Gattin hat sich mit Schmuck und angemessener Kleidung herausgeputzt. Während sie voranschreitet, strahlt sie ein Selbstbewusstsein aus, als seien Grand Hotels ihr natürliches Habitat.

Ich hingegen wirke wie ein Fremdkörper, wie ein schlecht gekleideter Hausangestellter. Ächzend stosse ich den Gepäckwagen eine Anhöhe hoch.

Während ich über mein unpassendes Outfit nachdenke, ahne ich schon den ersten Konflikt, der auf uns zukommen wird.

Seit diesem ganzen Coronascheiss verwahrlost mein Äusseres. Alle die schicken Klamotten von mir passen nicht mehr. Ich kriege meine Coronawampe einfach nicht mehr in die Hosen gepresst.

Entsprechend verfüge ich nur noch über meine Motorradkleidung und die Sachen, die ich beim Angeln oder in der Natur trage. Es sind die einzigen Kleidungsstücke, die ich entsprechend meines Bauchumfangs neu gekauft habe.

Homeoffice, geschlossene Restaurants und verwaiste Openhäuser prägen seit einem Jahr mein Dasein. Es gibt keine Stadtbummel und keine privaten Treffen. Öffentliche Verkehrsmittel benutze ich nicht mehr. Fremde Frauen anbaggern ist auch nicht mehr drin. Das war es auch vorher nicht, aber so ein bisschen Süssholz raspeln ging ja immer.

Mein kulturelles Leben beschränkt sich aufs Töfffahren, aufs Angeln und auf häusliche Aktivitäten. Letzteres bedeutet vor allem auf dem Sofa rumhängen und mich vollstopfen. Oder am Computer sitzen und arbeiten.

Meine neu erworbene körperliche Unförmigkeit und meine mangelnde Fitness machen ein Herausputzen sowieso überflüssig. Egal was ich anhabe, ich sehe scheisse aus. Und genau unter dieser Prämisse habe ich meine Garderobe für diese Reise ausgewählt.

Ja, schlimmer noch. Als ich von meinem Heim aufgebrochen und zu meiner Frau gefahren bin, habe ich mich auf eine Motorradtour eingestellt und entsprechend meine Tasche gepackt.

Und nun stehe ich an der Rezeption und fühle mich mit meinem Äusseren leicht unwohl.

Klar, was die Kleidungsettikette angeht sind Grandhotels auch nicht mehr das, was sie mal waren. Hier verkehrt nicht die Oberschicht, sondern der gehobene Mittelstand. Trotzdem, die Menschen, die sich in einem solchen Haus einquartieren, verdienen deutlich mehr als ich. Und einige werden über ein höheres Bildungsniveau verfügen. Ausserdem haben sie in Bezug auf Kleider den besseren Geschmack.

Die Garderobe der Herren ist von einem lässigen Chic und wirkt freizeitmässig. Die Damen sehen in der Regel etwas eleganter aus.

Ich aber bin der Einzige, der hier wie ein Waldschrat rumläuft. Ein wenig schäme ich mich dafür.

Meine Frau erledigt die Formalitäten und nur gelegentlich trifft mich ein merkwürdiger Blick von ihr. Ein Blick, der stumm behauptet, dass ich ein Penner bin. Ein Penner, den sie nicht kennt und der ihr schon vom Bahnhof aus hinterhergelaufen ist.

Ich versuche mich in dieser Rolle einzuleben und folge meiner Gattin zum Zimmer. Weiterhin brav den Gepäckwagen schiebend, in ergebener Unterwürfigkeit.

Meine Frau schliesst die Tür auf und ein Laut des Entzückens kommt über ihre Lippen. Der Raum ist nicht gross, ein wenig schlicht aber herrlich nostalgisch. Schön ist vor allem der Blick auf die Giessbachfälle und eine wirklich grossartige Terrasse.

Wir richten uns häuslich ein. Und während sich meine Gattin für das Abendessen herausputzt, versuche ich mit einer Cordhose und einem Pullover das Bestmögliche aus mir zu machen. Ich schaue in den Spiegel und wirke wie der Gegenentwurf zu den Begriffen „chic & sexy“.

Anders als meine Frau. Auch die hat in der Coronazeiten ein wenig zugelegt. Aber mit ihrem Schmuck und den wahnsinns Augen sieht sie richtig gut aus. Ihre vollen Lippen sind in einem lasziven Rot geschminkt. Man könnte glatt wegschmelzen. Nur leider erwidern diese Lippen mein Lächeln nicht. Stattdessen formulieren sie den alles entscheiden Vorwurf.

„Ich hatte doch gesagt, dass du dir was Elegantes zum Anziehen mitnehmen sollst.“

Ich versuche mich zu verteidigen. Aber das gelingt nur suboptimal.

„Woher sollte ich wissen, dass du das mit dem Grandhotel ernst meinst.“

Meine Frau verdreht ihre schönen Augen. Und sie hat ja recht. In Wirklichkeit hatte ich mich gerade mit der Elastizität von Angelruten beschäftigt, als sie es mir sagte. Ihre Bitte quittierte ich routinemässig mit einem „ja, ja“ und habe sie danach vergessen. Wie ich so vieles im Leben vergesse.

Wenn ich etwas machen soll, muss man es mir mehrmals sagen und am besten auch noch ein paar schriftliche Reminder senden. Das weiss doch meine Frau. Im Grunde ist sie selbst schuld, dass ich so unpassend gekleidet bin.

Wir gehen zum Abendessen. Ein Viergänger und gute Weine stehen auf dem Programm. Das klingt erst einmal nach einem gehobenen Lebensstil.

Aber man darf sich nicht täuschen lassen. In so einem Grandhotel ist man nicht automatisch in der gehobenen Klasse gelandet.

Selbst hier gibt es noch Klassenunterschiede. Die Bewohner der Suiten speisen nämlich in einem mondänen Kaminzimner. Während wir, mit den kleineren Zimmern, das Restaurant für Normalsterbliche zugewiesen bekommen.

Einen Moment bleibe ich an der Tür der Privilegierten. Das Feuer knistert gemütlich und die Reichen und Schönen dürfen sich an den Flammen wärmen.

Ich sehe das schwule Pärchen aus der Giessbach-Suite. Der ältere Mann wirkt wie ein junggeliebener und smarter Interlektueller. Der junge Mann erfüllt alle Klischees eines Toyboys. Zwei schöne Menschen.

Dann das heterosexuelle Paar aus dem Porsche. Sie sehen schlank, sportlich und ebenfalls beneidenswert gut aus. Einen Moment noch taxiere ich die Rundungen der Frau. Dann wende ich seufzend meinen Blick ab und folge meiner Gattin. Die ist schon auf dem Weg in das Untergeschoss.

Hier wirkt das Interieur nicht ganz so elegant, aber immer noch recht stilvoll. Vor dem Fenster rauschen die Giessbachfälle. Ein schönes Panorama.

Ich studiere die Karte mit dem Vier-Gänge-Menü. Man kann zwischen einer vegetarischen Variante, dem Fisch- oder dem Fleischgericht wählen. Als Raubtier will ich standesgemäss Fleisch. Genau gesagt Huhn im Hauptgang.

Es ist das Tier, das am meisten von den Menschen gefressen wird. Ein empfindsames Wesen, das in brutaler Massentierhaltung gezüchtet und getötet wird. Wenn mal Archäologen die Reste unserer Zivilisation ausbuddeln, wird von unseren geistigen Errungenschaften nicht mehr viel übrig sein. Computer und Bücher sind dann verrottet. In hunderttausenden Jahren wird nur noch etwas Beton, Metallschrott und Kunststoffreste von alledem hier zeugen. Und Knochen, vor allem unzählige Hühnerknochen. Man wird uns wahrscheinlich die Geflügelfresser-Kultur nennen. Und man wird uns als brutale und herzlose Tierquäler beschreiben.

Ich verdränge den Gedanken und freue mich auf das zarte Fleisch des Federviehs.

Meine Gattin wählt dazu einen Weisswein, den sie vorkostet und für gut befindet. Wir stossen an.

„Wie würdest du den Wein beschreiben?“

Die Frage meiner Gattin hängt unangenehm im Raum. Ein Kellner, der etwas entfernt steht und auf Gäste wartet, wendet uns leicht den Kopf zu. So wie er schaut, geht der Mann davon aus, dass ich einen Chardonnay nicht von meiner eigenen Pisse unterscheiden könnte. Und im Prinzip hat er ja recht.

Ich trinke gerne Wein, verstehe aber nichts davon. Auch eine Wein-App, mit der ich Etiketten scanne, um dann die Terminologie zu lernen, hat mich nicht zum Weinkenner gemacht.

Trotzdem, diese Blösse möchte ich mir hier nicht geben. Meine Gattin will mich mit der Frage blamieren. Es ist ihre Rache für meine unpassende Kleidung.

Mit Kennermine schwenke ich den Wein, tue so als würde ich daran riechen und nehme einen kleinen Schluck.

„Hmhm, ja. Eine gute Wahl.“

Ich hoffe, dass ich mich mit dieser wagen Expertise aus der Affäre ziehen kann. Aber meine Gattin lässt nicht locker. Leicht genervt fordert sie mich auf den Geschmack konkret zu beschreiben. Der Kellner versucht ein Grinsen zu unterdrücken.

„Angenehme Säure“, schwadroniere ich. Immerhin ist die Aussage derart subjektiv, dass man mir keinen Strick daraus drehen kann. Meine Gattin schaut mich erwartungsvoll an. So als ob sie noch mehr erwartet.

Ich nehme noch einen Schluck, den ich über die Zunge wandern lasse.

„Nicht sehr mineralisch. Eher so fruchtig.“

Ich lächele siegessicher. Diese Begriffe habe ich Dank der App gelernt. Ich bin stolz auf mich. Aber anstatt mich für so viel Eloquenz zu bewundern, zieht meine Frau misstrauisch eine Augenbraue hoch.

„Ja, aber welche Früchte schmeckst du raus?“

Die Frage hat jetzt einen leicht aggressiven Unterton. Ich versuche mit Humor zu reagieren.

„Trauben. Ich würde sagen, dieser Wein ist aus Trauben gemacht.“

Ich hoffe auf ein Lachen meiner Frau. Doch die fordert mich auf ernst zu bleiben. Sie wiederholt ihre Frage. Der gelangweilte Keller scheint die Vorstellung zu geniessen.

„Der schmeckt nach diesen gelben Dingern mit Kern. Wie heissen die doch noch? Ich hab’s, Aprikosen.“

Nun holt meine Gattin zum finalen Gegenschlag aus. In ihre Ausführungen legt sie all ihren Frust über meine verfehlte Garderobe. Und so erfahre ich das Aprikosen eher orange sind und das die kleinen Dinger, die ich meine, Mirabellen heissen. Und dass der Wein eine Note von Pfirsich hat und dass ich ein grossmäuliger, schlecht gekleideter Barbar bin.

Ich versuche noch zu sagen, dass es doch Wurscht ist ob nu Aprikose, Mirabelle oder Pfirsich. Aber da kommt der Kellner und serviert den ersten Gang.

Gerade noch rechtzeitig, bevor die Sache endgültig ausartet. Die Jungs wissen schon, wie man bei Ehekonflikten deeskalierend interveniert.

Mittlerweile sind noch andere Menschen ins Restaurant gekommen und dank der Abstandsregeln nehmen sie in angemessener Entfernung Platz.

Als Vorspeise zum Geflügel gibt es ein rohes und hauchdünn geschnittenes Säugetier. Ein Stück verängstigtes Rind. Frisch aus dem Schlachthof und liebevoll mit einem Bolzenschussgerät getötet. Mit Rucola und Parmesansplitter garniert.

Abgesehen davon, dass dieses Gericht auf dem Leid eines höher entwickelten Lebewesens basiert, ist es lecker.

„Geil so ein Capriccio.“

Kaum gesagt, wird mir klar, dass das jetzt keine Aussage ist, die man eins zu eins in den Guide Michelin übernehmen kann.

„Carpaccio!“, verbessert mich meine Gattin.

„Capriccio ist ein Begriff aus dem Bereich der Kunst. Ein Carpaccio ist ein fein geschnittenes Lebensmittel.“

Die Belehrungen meiner Frau sind nun sehr viel gnädiger. In ihrer Stimme liegt der amüsiert-freundliche Tonfall, den sie als Lehrerin immer dann hat, wenn ihre Lernenden eine besondere abstruse Konstruktion der Realität äussern. Mir wird klar, dass der Streit ums Kernobst nicht nur durch meine unpassende Garderobe getriggert worden ist. Der Hunger war wohl auch daran beteiligt.

Ich werde mehr und mehr zum Frauenversteher. Und dazu gehört nicht nur der souveräne Umgang mit den Begriffen Carpaccio und Capriccio. Auch die Erkenntnis, dass ein gutes Capriccio wie befriedigender Sex wirken kann, ist elementar. Wenn sich meine Gattin den Sinnesfreuden hingibt, ist sie sehr viel nachsichtiger mit mir. Und dabei ist es egal, ob die Sinnesfreuden kulinarischer oder sonstiger Natur sind.

Mit jedem weiteren Gang steigert sich die gute Laune meiner Frau. Und auch der Wein sorgt für eine ausgeglichene Stimmung. Nach dem Essen schenkt mir meine Frau ein Lächeln, das köstlicher als der Nachtisch ist. Und noch viel köstlicher als diese exquisiten Pralinen, die uns zum Espresso gereicht werden.

Am nächsten Morgen ist strahlendes Wetter. Ein wenig kühl aber ansonsten ein Tag zum Helden zeugen. Ein Tag zum Kurven fahren. Und ein wenig bereue ich es, dass ich kein Motorrad dabeihabe. Aber allein Fahren wäre echt doof. Ich will den Tag mit meiner Frau geniessen.

7 Personen, 4 Frauen und 3 Männer hatten zwar empfohlen einen zweiten Helm mitzunehmen. Aber meine Frau würde sich nie bei mir hinten raufsetzen. Sie erträgt meine Fahrweise nicht. So sagt sie es zumindest.

Nur einmal ist meine Frau bei mir als Sozia mitgefahren. Wir hatten uns gerade kennen gelernt. Ihr Motorrad war glaube ich in der Werkstatt. Nur so kann ich mir das im Nachhinein erklären.

An diesem Tag stieg sie auf meine BMW GS80. Sie fühlte sich von Anfang an unwohl. Insbesondere der Gedanke, dass ihr Leben und ihre Gesundheit von meiner Fahrtechnik abhingen, war ihr ein Graus.

Wir sind damals zu einem See gefahren. Und bis zur Ankunft schwitze sie Blut und Wasser. Nicht, dass ich besonders rasant gefahren bin. Mit dem Motorradlenker war meine Frau schon immer sportlicher unterwegs. Nein, es fehlt ihr ein grundsätzliches Vertrauen in meine Fahrkünste. Zudem definierte sie Weiblichkeit mit dem Satz „selbst ist die Frau“.

Am See entspannte sie sich ein wenig und die Stimmung war gut. Wir sassen an einem Steg und sprachen darüber, was wir uns von einer Paarbeziehung erwarten. So verkündete mir meine Zukünftige, dass sie sich eine Beziehung mit mir vorstellen könnte. Aber es muss nichts für die Ewigkeit sein, fügte sie an. Sie wolle um jeden Preis ihre Eigenständigkeit bewahren.

Nichts für die Ewigkeit und Eigenständigkeit waren dann die Begriffe, die mich dazu brachten, diese Nacht bei ihr zu verbringen.

Während ich auf meinen Teller Eier und Speck anhäufe, denke ich daran. Die vorwurfsvollen Blicke meiner Gattin bemerke ich nur am Rande und auch ihre Predigt bezüglich meines Bauches lasse ich mit stoischer Gelassenheit über mich ergehen. Meine Gattin bemerkt meine gedankliche Abwesenheit und holt mich für einen Moment in die Gegenwart zurück.

„Also mit dem Frühstück hast du bald grössere Brüste als ich. Auf deine Titten bin ich jetzt schon richtig neidisch. Wenn ich lesbisch wäre, würde ich voll draufstehen. Dann wärst du mein kleiner Titten-Thomas.“

Ich werde rot und schaue mich um. Das Schöne an einer Pandemie ist, dass die Tische weit auseinander stehen. Gottseidank hat niemand den Ausführungen meiner Frau folgen können. Aber trotzdem. Mit ihrem lasziv gehauchten «Titten-Thomas» hat sie mir die Freude an Eiern und Speck verdorben.

Als Antwort grunze ich etwas Unverständliches. Um mein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen versuche ich eine Eier-und-Speck-Meditation.

Im Wesentlichen funktioniert die durch das konsequente Verdrängen der Kalorien aus dem eigenen Bewusstsein. Dafür muss man sich ablenken. Ich mache das, in dem ich meine Gedanken in die Vergangenheit wandern lasse. Zurück zu dieser ersten Nacht mit meiner Frau.

Die wohnte in einem schönen Züricher Haus aus der Gründerzeit. Es war im zweiten Stock. Eine Wohnung mit kleinem Balkon und niedrigem gusseisernen Geländer. Einem gefährlich niedrigen Geländer. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte man es noch nicht so mit der Sicherheit.

Wir standen auf diesem Balkon und schauten in den Mond. Es hätte richtig romantisch sein können. Aber mich plagte die Höhenangst. Ich ignorierte das heroisch und nahm meine spätere Frau in die Arme.

Wir küssten uns leidenschaftlich. Und um das Drama zu verstehen, dass nun folgen sollte, muss man etwas weiter in die Vergangenheit zurückgreifen.

Es war zu einer Zeit, da wusste ich noch nichts von meiner zukünftigen Frau. Ich besuchte damals meinen besten Freund. Er arbeitete als taffer Herzchirurg und ich lebte das Leben eines Krankenpflegers, der das Geld für die nächste Motorrad-Orient-Reise verdiente.

Wir hatten eine lange Nacht hinter uns gebracht und krochen nun verkatert aus den Federn. Ich trug eine alte Unterhose und ein löchriges T-Shirt.

Mein bester Freund musterte mich missbiligend.

„Was trägst du da? Mit diesem abgefuckten Loser-Zeug siehst du aus wie ein Krankenpfleger.“

„Ich bin ein Krankenpfleger!“, war meine genervte Antwort. „Und Loser bin ich aus Leidenschaft.“

Mein bester Freund machte eine versöhnliche Geste. Mit der Überzeugungskraft des Herzchirurgen erklärte er mir, dass ich mit dieser Wäsche Frauen vertreiben würde. Als Mann von Welt kenne er da einen speziellen Laden. Dort könne ich Zwirn erwerben, mit dem selbst ein Loser-Krankenpfleger unwiderstehlich würde.

Dem Versprechen unwiderstehlich zu sein, konnte ich einfach nicht widerstehen und so folgte ich meinem Freund in ein kleines Geschäft für extravagante Herrenunterwäsche.

Eine Stunde später hatten wir einem schwulen Verkäufer den letzten Nerv geraubt. Ich hingegen hatte ein grosses Loch in meiner Motorrad-Reisekasse zu beklagen. Dafür war ich nun stolzer Besitzer von Unterwäsche mit dem Potenzial der Unwiderstehlichkeit. Mein bester Freund war mit sich und der Welt zufrieden. Er hatte zwar keine Herzen operiert, aber immerhin mir etwas Lebensart nähergebracht.

Und so erlangte ich dank dieser extravaganten Herrenunterwäsche Weisheit. Zum einen begriff ich in der Folgezeit, dass Unwiderstehlichkeit weniger mit der Unterhose, sondern mit deren Inhalt zusammenhängt. Und ich begriff, dass selbst der Inhalt der Unterhose noch nicht unwiderstehlich macht. Im Grunde ist es die Persönlichkeit, ja das Gesamtkonzept, das Frauen überzeugt oder auch nicht.

Dank dieser Erkenntnis bin ich nie in Versuchung gekommen Penisbilder zu verschicken. Und Jahre danach versuchte ich meine spätere Frau von dem Gesamtkonzept Thomas zu überzeugen. Und dass trotz Höhenangst und niedrigem Balkongeländer.

Um das Gesamtkonzept zu unterstreichen, trug ich eine besonders raffinierte Unterwäsche aus der damals erworbenen Sammlung. Ein Body für Herren. Also so ein Ding bei der Unterhose und Unterhemd aus einem Stück ist. Ziemlich unpraktisch, wenn man auf Toilette will, aber ansonsten recht chic.

Erregt von meinen Küssen versuchte meine zukünftige Gattin mir das T-Shirt vom Leibe zu reissen. Und ich konnte nicht ahnen mit welcher Urgewalt sie an diesem Kleidungsstück zerrte. Sie hingegen konnte nicht ahnen, dass das kein T-Shirt, sondern ein Body war.

Der leidenschaftliche Versuch das vermeidliche T-Shirt hochzuziehen, zog auch an dem unteren Teil des Bodys. Und der quetschte meine Genitalien aufs Übelste.

Ich quiekte wie ein Schwein im Schlachthof. Dann folgte ein hoher Schrei. Gefährlich taumelnd griff ich zum Geländer und wäre beinahe von der Brüstung gestürzt. Doch kurz vor dem tödlichen Sturz brach ich heulend auf dem Boden zusammen.

Der Bruder meiner Frau ist ein Schweizer Schwinger – preisgekrönt. Ein Mann, der schon unzählige Gegner ins Sägemehl befördert hat. Und meine zukünftige Gattin hatte eine ähnliche Kraft in den Armen. Das lag wohl in der Familie.

Ich lag nun wimmernd auf ihrem Bett. Dort hatte sie mich hingeschleppt und anschliessend meine anschwellende Männlichkeit mit Eis versorgt.

Da vor allem die Hoden anschwollen, wurde das nix mit dem Helden zeugen. Stattdessen fluchte sie darüber, dass ich so etwas Blödes, wie einen Body anhatte. Ich wäre nicht der erste, dem sie das T-Shirt vom Leibe gerissen habe. Aber ich sei der erste, der dadurch K.O. gegangen ist.

Traumatisiert von diesem Ereignis habe ich nie wieder einen Body angezogen. Meine Frau ist nie wieder zu mir aufs Motorrad gestiegen und sie hat nie mehr versucht mir das Hemd vom Leibe zu reissen. Ein Umstand, den ich wirklich schade finde.

Das mit den Heldenzeugen hat dann doch noch geklappt. Meine Genitalien benötigten nur etwas Erholungszeit. Und mittlerweile sind wir auch viel länger zusammen, als wir es damals vorgehabt haben – Jahrzehnte länger.

Nun sitzen wir beim Frühstück in diesem Grandhotel und ich habe mehr Kalorien zu mir genommen, als es mir guttun. Meine Gattin hingegen hat Früchte und Joghurt genossen. Gesund genährt ist sie voller Tatendrang. Und so begeben wir uns auf einen ausgedehnten Spaziergang.

Während wir am Brienzer See entlang schlendern, kommt uns eine Hundehalterin samt Vierbeiner entgegen.

„Wenn ich mich mal von dir trenne, lege ich mir auch einen Hund zu.“

Die Aussage meiner Frau trifft mich unvorbereitet und voll ins Mark. Sie aber lächelt versonnen und schaut dem Hund hinterher. Danach lässt sie ihren Blick über den See schweifen. Dabei scheint sie in eine Zukunft zu blicken, die mir so gar nicht behagt.

„Öh“, versuche ich zu intervenieren und es kommen mir nicht die rechten Worte in den Sinn. Die Eier und der Speck vom Frühstück haben nicht nur meinen Körper träge gemacht. Auch meine geistige Mobilität hat Schaden genommen.

Ich sammele mich und nach einigen Konzentrationsbemühungen gelingt mir endlich die Artikulation eines Einwandes.

„Ein Hund ist doch kein adäquater Ersatz für mich! Das ist doch nicht das gleiche. Oder?“

Meine Frau antwortet nicht. Und ich frage mich, warum sie nichts sagt. Die Antwort müsste doch wie aus der Pistole geschossen kommen. Schon rein intellektuell kann ich es mit jedem Köter dieser Welt aufnehmen.

Meine Frau aber schaut weiterhin über den See. Ihr Blick fixiert eine unbestimmte Ferne.

„Ich habe dich was gefragt.“

Meine Stimme klingt gereizt und ich fühle mich als Ehemann gekränkt.

«Ich weiss nicht», antwortet meine Frau. „Ich muss erst darüber nachdenken.“

Ein Gefühl der Resignation überkommt mich. Und das Gefühl macht mich noch träger, als ich es eh schon bin.

Irgendwann erhebt meine Gattin die Stimme.

„Nein, es ist nicht das Gleiche.“

Meine Frau hat geschlagene 10 Minuten für diese Erkenntnis gebraucht. Ein alarmierender Umstand.

„Sage ich doch, dass ich besser als jeder Hund bin.“

Ich klinge ungewollt rechthaberisch.

„Nicht besser.  Du bist – wie soll ich sagen – du bist anders.“

Ich will wissen, was sie mit „anders“ meint. Aber meine Gattin ist nicht gewillt das Thema weiter zu vertiefen.

Wie soll ich ihr nur klar machen, dass ich unterhaltsamer als ein Dackel sein kann. Es wird wohl einiges an Beziehungsarbeit brauchen, wenn ich sie davon überzeugen will. Am besten fange ich gleich damit an. Und so reift in meinem Kopf der Plan für eine excelente beziehungsgestalterische Massnahme.

„Was hälst du davon, wenn wir den Abend romantisch auf unserer Terrasse sitzen, die erleuchteten Giessbachfälle geniessen und dazu noch einen späten Rotwein trinken. Salznüsse wären auch nicht schlecht.“

Auf so eine gute Idee würde kein Hund kommen. Der würde nur zu ihren Füssen liegen und ihr die Schuhe voll sabbern.

Aber anstatt mich für diese Idee zu loben, schaut meine Frau missbilligend auf meinen Bauch. Ich versuche das nicht zu bemerken und interveniere weiter.

„Sollen wir in den nächsten Ort gehen. Einen guten Tropfen und Knabberzeug kaufen?“

„Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich nach einem Aperitif und einem Viergänger am Abend Salznüsse in mich reinstopfe. Ausserdem gibt es schon zum Dinner Wein. Das reicht ja wohl.“

Die Zurechtweisung erfolgt in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldet. Trotzdem versuche ich nochmals mein Glück.

„Och, sei keine Spielverderberin.“

Ein Lächeln spielt um ihre schönen Lippen und ich schöpfe Hoffnung.

„Du kannst dir gerne Wein und Nüsse kaufen. Ich will deiner Fettleber nicht im Wege stehen.“

In ihrer Stimme liegt Freundlichkeit. Eine Freundlichkeit, die die Schärfe der Aussage unangenehm verstärkt.

Ich wirke zerknirscht. Denn Fettleber ist das Schlüsselwort, mit der mir meine Frau endgültig den Spass verdirbt.

Also kein Wein und keine gesalzenen Erdnüsse. Vor allem wird mir bewusst, dass Beziehungsarbeit ohne diese Ingredienzien nur halb so viel Spass macht.

Ich sage das meiner Frau. Aber die meint, dass Beziehungsarbeit für mich eh nur eines bedeuten würde: Ich beziehe und sie hat die ganze Arbeit.

„Ich beziehe in der Regel Prügel und du arbeitest dich an mir ab“, korrigiere ich sie. Dabei gehe ich wie ein Boxer in Abwehrstellung. Aber meine Frau lässt diesen Einwand unkommentiert.

Wir haben mittlerweile die alte Seilbahn erreicht und fahren mit den nostalgischen Waggons zum Hotel. Es ist die älteste Standseilbahn der Schweiz.

Während wir über eine archaische Brücken- und Schienenkonstruktion den Berg hinaufgezogen werden, schaue ich in den Abgrund. Fast hundert Meter Höhenunterschied überwindet die Bahn. Weit unten plätschert ein Bach. Das Wasser schimmert grünlich. Hohe Bäume werfen lange Schatten und ich spüre wieder diese leichte Höhenangst. Um mich abzulenken schaue ich meine Frau an. Die lächelt und nimmt meine Hand. Gemeinsam blicken wir in die Ferne, auf den Brienzer See. Hier ist der Ausblick nicht so dramatisch, wie der Blick in die Tiefe. Dafür aber sehr schön. Meine Höhenangst ist nun erträglich.

Ein Linienschiff fährt Richtung Interlaken. Von oben sieht es wie ein Spielzeug aus. An den Ufern erheben sich Berge und alles wirkt ungemein friedlich.

Entgegen aller Prognosen ist es mittlerweile frühlingshaft warm. Die Sonne hat die morgendliche Kälte erfolgreich vertrieben. Es wäre tatsächlich ein Tag zum Kurvenfahren. Aber ich bin auch ohne Motorrad glücklich. Glücklich darüber hier zu sein. Glücklich meine Frau an meiner Seite zu haben.

Inständig hoffe ich, dass es noch lange Zeit dauern wird, bis mich meine Gattin durch einen Hund ersetzt. Und bis dahin werde ich durch fleissige Beziehungsarbeit zeigen, dass ich viel mehr draufhabe als so ein bepelzter Flohzirkus. Das schwöre ich mir in diesem Moment.

Ob mir diese Überzeugungsarbeit gelingen mag? Immerhin meinten mehrere Personen, dass bei jemanden, der sich ehetechnisch in Motorrad-Gruppen beraten lässt, Hopfen und Malz verloren ist.

Öffentliche Entschuldigung

Ich entschuldige mich bei meiner Frau, dass ich den letzten Blogbeitrag veröffentlichet habe, ohne vorher ihr Einverständnis einzuholen.

Dieses Einverständnis wäre unbedingt notwendig gewesen, denn ich habe ja auch über sie geschrieben. Und das habe ich in einer Form gemacht, mit der meine Frau nicht einverstanden ist.

Das tut mir sehr leid.

Die schönsten Kommentare

Am meisten Spass hatte meine Frau an den Kommentaren aus der Facebookgruppe der Altrocker & Motorradfahrer, die Spaß am Fahren haben. In der Regel frist meine Gattin Chauvinisten noch vor dem Frühstück, aber sie hat auch ein Herz für böse Buben. Ein Grund wahrscheinlich, warum sie immer noch mit mir zusammen ist.

Hier nun ausgewählte Kommentare zur Frage «Motorradfahren und stressfrei frieren» oder «Beifahrer im Auto und Beziehungsarbeit im warmen».


M.S. männlich: «Kommt auf die Frau an! Hast mal ein Bild?»


T.R. männlich: «Die Frage, bzw. das du die Frage überhaupt stellst, passt zumindest zu deinem Blognamen. Du kannst dankbar sein, dass deine Frau überhaupt noch mit dir zusammen ist.»


G.S. männlich: «Wenn man sowas öffentlich diskutieren muss ist man schon weit hin»


P.S. männlich: «Frau aussetzen und Freundin mit dem Moped mit nehmen!!….. ist doch logisch….. mann mann mann….»


G.v.E. männlich: „Beziehungsarbeit“? Du hast glaub ich ein Problem. Und das hat nix mit Fortbewegungsmitteln zu tun 🥸



T.G. männlich: «Wenn du danach die Abende alleine auf dem Sofa verbringen willst, fahr mit dem Moped 🙈😂»


A.B. männlich: «Frauen kommen und gehen.»


K.K. männlich: «Frau zuhause lassen.»


M.E. männlich: «Mach Dein Ding. Lies „Männlichkeit leben“ wenn Du unsicher bist.»


R.W. männlich: «Schlappschwanz»


H.P. männlich: «Scheiden lassen»


D.R. weiblich: «Ganz einfach…. wenn Du Deine Frau liebst und sie nicht verlieren willst……. was gibt es da noch zu überlegen……»


F.S. männlich: «Bei der Kälte würde Ich auch nicht fahren das macht ja nicht wirklich Spaß.»



M.B. weiblich: «Wenn Moped, dann aber nicht hinterher über den Männerschnupfen jammern 😉.»


H.K. weiblich: «Du kennst doch deine Frau besser als wir… 😉»


S.K. weiblich: «Zum Glück entscheidet mein Mann selbst, und fragt keine Gruppe,…für einen gemeinsamen schönen Urlaub 🤔»


K.R. männlich: «Tja, kommt auf den Ehevertrag an…🙈🙈»


S.S. weiblich: «Die Ehe retten kannst a noch wennst freudestrahlend vom Möpi absteigst 😂»


O.S. männlich: «Manchmal muss man Kompromisse eingehen…😉»


T.B. männlich: «Scheiß uff die Oid 🤣🤣🤣🤣»


O.N. männlich: «…manchmal doch ganz gut sich mit solchen Problemen nicht mehr auseinandersetzen zu müssen…🙈»🤣🤣🤣


J.B.H.P. männlich: «Kenn ich, ich mit dem Motorrad meine Frau mit dem Auto, am Urlaubsort je nach Wetter.»



G.W. weiblich: «Auto mit Anhänger, beide Mopeds drauf, dann brauchst als Beifahrer keine Beziehungsarbeit leisten und kannst schnarchen. 😜🤣»


S.N. weiblich: «Was will denn Deine Frau? Ihren Wunsch hast Du nicht erwähnt.»


P.V. männlich: «Oder ihre frau fährt mit dem auto und sie fahren mit dem bike vorne und bestimmen so den Weg ✌️»


A.Y. männlich: «Urlaub fahren ? Genau mein Humor»


J.M. männlich: «Lass dich scheiden, kann vielleicht noch jeder was aus seinem Leben machen.»



N.K. männlich: «Anhänger… erst so nicht heiraten»


J.T. männlich: «Zeit für nen Wechsel»


H.D.E. männlich: «Mit Anhänger geht gar nicht !!»


A.M.Z. männlich: «Frau tauschen»


J.L. männlich: «Da du diese Frage in Motorradgruppen stellst, kennst du deine Antwort wohl schon.»


M.P. männlich: «Frau geht vor»



F.W. männlich: «Sei ein Mann und entscheide für dich selbst.»


H.K. männlich: «Andere Frau suchen. 🤪»


C.M. männlich: «Falsche Frau 🤷🏻‍♂️🤷🏻‍♂️🤷🏻‍♂️»


M.G. weiblich: «Also wenn es der einzige Urlaub im Jahr für euch beide ist, dann gehört die Beziehung gepflegt 😉
Du hast dann sicher im Laufe des Jahres noch genug Möglichkeiten, Moped zu fahren»


V.B. männlich: «Warte mal, ich muss meine Frau fragen…»


S.D. weiblich: «Wie steht`s um die Beziehung? Ist sie gefestigt – 🏍 fahren.»


D.N. männlich: «Beifahrer bei einer Frau? Du bist mutig… fahr lieber selber und sie soll Beifahrer sein, ist gesünder 😉»


A.M. weiblich: «Da würde selbst ich als Frau es vorziehen mit dem Motorrad zu fahren.»


A.F. männlich: «Beziehungsarbeit kann Mann nach der Ankunft leisten. Lass dir dein eingefrorenes Thermometerchen heiß reiben…Liebende Frauchen empfinden immer Mitleid, wenn Männchen echt leiden !»


B.R. weiblich: «Also ich bin ne Frau und würde definitiv das Motorrad fahren wählen😂😂😂»


A.G. männlich: «Wenn Du das nicht selbst entscheiden kannst, tust mir leid.»


G.M. männlich: «Ich hoffe doch, deine Frau ist dir mehr Wert als ein Eisenhaufen 😄»



W.W. männlich: «Einfach selber entscheiden und nicht die anderen fragen. Dann biste ein Mann mit Eiern in der Hose. Und auch beziehungsfähig.»


C.K. männlich: «Bei der Frage stellt sich nur EINE FRAGE: fahre ich im weißen oder schwarzen Lederkombi🤷‍♂️😂🤙»


M.W. männlich: «Wenn dich deine Frau liebt lässt sie dich mit dem Motorrad fahren 😉 und wieso ist Beifahrer Beziehungsarbeit?»


I.H. weiblich: «Beifahrer. Aber nur wenn sie weiß was das für ein liebesbeweis ist und was du für sie gerade aufgibst. Das sollte übrigens eine auswählbare antwort sein, denn dann gibts keine zähler mehr für beifahrer. Das denkt sich jeder wenn ers anklickt.»


M.G. weiblich: «Hallo Thomas, du müsstest mal deine Frage in Frauengruppen stellen, um es objektiv betrachten zu können 😜»


L.L. männlich: «Zur Zeit ist Urlaub überschätzt. Zuhause bleiben und Friede ist.»


C.Z. weiblich: «Also im umgekehrten Fall würde ich den Mann zu liebe mit dem Auto mitfahren aber ihm indirekt Vorwürfe machen weil wir nicht Motorrad fahren. Auch nicht schön für beide Seiten.»


B.R. männlich: «Fahr mit dem Bike 🏍 und deine bessere Hälfte soll ihre Motorradklamotten mitnehmen 😎»


H.G. weiblich: «Meine Antwort kennst du ja, den Raumanzug 😂»


H.S. männlich: «Kommt auf’s Auto an. 🤣🤣🤣»


D.H. männlich: «Hast du den Siri und Alexa schon gefragt?»


J.S.-N. weiblich: «Kommt darauf an, ob danach am Zielort der Punk abgeht, weil Du Moped gefahren bist 😆»


W.G. männlich: «Was ist dir wichtiger Deine Frau oder das Motorrad?»


K.K.K. männlich: «Waaas du fragst Fremde und hörst nicht auf deine Frau? Kommt drauf an wer deine Wäsche macht.»


R.J.C. männlich: «Da meine Frau vor 3Jahren verstorben ist, gibt es für mich eh nur Moped!»


M.S. männlich postet einen Link: «100% Kostenloses Beratungsgespräch • Online-Scheidung»


A.N. weiblich: «Die Lebenserwartung sinkt wenn du das 🏍️ nimmst, aber ich würde es riskieren….. Der Fun gleicht das aus 😏😏👍»


P.T. männlich: «Brauchst du uns für so eine Entscheidung ? Im Ernst ?»


Premiere

In diesen Motorradgruppen bin ich der erste Mensch, der in einem Gruppenbeitrag den Begriff «Beziehungsarbeit» verwendet hat:

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Männer-Sprache

Von diesen 25 Gruppen werden in 10 Gruppen Frauen als Fahrerin in den Gruppennamen per se ausgeschlossen. Oder sie werden einfach nicht wahrgenommen. Natürlich kann auch argumentiert werden, dass alles Gute sowieso männlich ist, also auch Frauen die Motorradfahren. Auf jeden Fall ist es sprachlich einfacher, wenn man nur die männliche Form verwendet. Theoretisch wäre es genauso einfach, wenn man ausschliesslich die weibliche Form nehmen würde. Aber wir wollen es ja nicht mit der Einfachheit übertreiben. Schliesslich machen wir es uns schon bei der Gleichstellung von Mann und Frau einfach und lassen Frauen immer noch weniger verdienen.

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KernÖLbiker – Plauderecke

Motorrad-Tourenfahrer

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Gute Sprache

Dass es sprachlich machbar ist, wenn man in Gruppennamen Frauen nicht ausschliesst, zeigen diese 15 Motorradgruppen. Und das Eindrückliche ist, dass die Gruppennamen ganz ohne Gender-Gebrabbel auskommen. Zudem haben diese Motorradgruppen die viel geileren Namen.

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Enttäuschende Sprachlosigkeit

Bei meiner Umfrage hätte ich mir einen Input der Kompetenzstelle für Männer- und Motorradfragen gewünscht. Auch bekannt als Podcast «Bitch `n Opi». Immerhin betreibt die Kompetenzstelle eine Facebook Gruppe mit einem Namen, der Frauen gleich zweimal ausschliesst: «Alle Biker ausser Spakos». Das ist ein Qualitätsmerkmal dafür, dass sich die Podcast Macher mit den existenziellen Fragen des motorradfahrenden Mannes auskennen. Aber wenn man mal die Expertise von Bitch `n Opi braucht, kommt nur Schweigen.

Beglückende Sprachlosigkeit

Bei einem Ausflug zum Brienzer See entdeckte ich diese Royal Enfield und war sprachlos darüber, dass das Motorrad auch mit einem schäbigen Koffersystem noch extrem gut aussieht.

Fortsetzung: Das Desaster

Bildergalerie

Comments

  1. Ich wäre schon froh, wenn wir in den Urlaub fahren könnten! Aber mit diesem Artikel hast du mir einige Lacher in diesem Scheiss-Lockdown beschert. Danke dafür und liebe Grüße in die schöne Schweiz 🇨🇭

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