Gypsy Chimps Höllenritt

Von Sternen, Synapsen und dem Glück des Motorradfahrens

Ein Text zu Gypsy Chimps Blogbeitrag „Astro-TV“.

Gypsy Chimp ist mit seinem Motorrad geradewegs in die Hölle gefahren und als er dort ankam, sass er nicht einmal mehr auf dem Bock. Er hatte sein Motorrad schon längst geparkt, lag auf einem Hotelbett und zappte, mangels kultureller Alternativen durchs Fernsehprogramm. Dabei geschah es. Gypsy Chimp landete in der Trash-Hölle. Auf den hinteren Programmplätzen der Fernbedienung entdeckte er Astro-TV. Den Höllentripp den Gypsy Chimp nun erlebte beschreibt er anschaulich in seinem Blog. Nach dieser traumatischen Erfahrung empfiehlt er den Astro-TV-Kunden anstelle der zweifelhaften Sternendeutung das Motorradfahren. Er räumt ein, dass sie dabei nicht die Antworten finden, die sie suchen. Dafür dürfen sie aber Glück erleben. (1)

Reicht das Glück des Motorradfahrens?

So sehr ich das Grauen nachempfinden kann, dass Gypsy Chimp in der TV-Hölle erdulden musste und so vernünftig sein Vorschlag auf den ersten Blick auch scheinen mag – ich finde seine Empfehlung greift zu kurz, denn Glück alleine reicht nicht allen Menschen. Die Antworten, die die Astro-TV-Kunden suchen, der Wunsch nach Sicherheit in einem unberechenbaren Leben – all das ist legitim. Und das Glück des Motorradfahrens hilft dort kein bisschen weiter. Im Gegenteil. Motorräder sind eine Errungenschaft der Aufklärung und die hat uns zwar jede Menge Spass beschert, aber zu den existenziellen Fragen des Menschen nur wenig beigetragen. Es ist also nicht verwunderlich, dass diejenigen, denen die Antworten auf diese Fragen fehlen, etwas brauchen, das Ihnen Halt gibt. Nicht wenige Menschen glauben einen solchen Halt in der Astrologie zu finden. Sie hoffen hier etwas über sich und ihre Zukunft zu erfahren. Laut einer Studie des Schweizer Bundesamts für Statistik richten sogar 0,3 Prozent der helvetischen Bevölkerung ihr ganzes Leben nach Horoskopen aus. Dabei fungiert die Astrologie nicht als Ersatzreligion (2) wohl aber als Ersatz für Spiritualität. Die hat es in einem modernen Weltbild schwer. Denn das kommt, dank der Wissenschaft ohne Gott und tieferen Lebensinn aus. Die Krönung der Aufklärung ist ein Mensch, der immer mehr auf seine ökonomischen Aspekte reduziert wird und der sich dann mit seinem Bedürfnis nach Spiritualität und Orientierung an die Abzocker von Astro-TV wendet. Ja, im Gegensatz zu den Religionen ist die Faszination an der Astrologie im aufgeklärten Kapitalismus ungebrochen. Das macht sie zu einem lukrativen Geschäft. So gibt es in der Schweiz 2000 Menschen, die mit dem Deuten der Sterne Geld verdienen. Die Starastrologin Madame Etoile zählt Unternehmen wie Daimler-Chrysler oder Swisscom zu ihren Kunden. (2) Es lohnt sich also genauer hin zu schauen, um zu ergründen was die Sterne dem geneigten Astro-TV-Kunden und uns anderen Menschen sagen können.

Halt finden in der Astrologie:
Keine Ersatzreligion aber Ersatz für Spiritualität

In dem für uns sichtbaren Teil des Universums existieren 70 Trilliarden Sterne. Das sind mehr Himmelskörper als es Wassertropfen in allen Ozeanen gibt. Diese Zahl bezieht sich aber nur auf das, was wir erkennen können. Hinter dem Horizont unserer Teleskope muss es unendlich viel mehr geben. Sagen uns die Sterne hier einzig, dass wir unbedeutende Winzlinge sind? Amöben, die in einem gigantischen Universum leben? Die Vermutung liegt nahe. Bei einem Weltall, dessen räumliche Dimensionen derart riesig sind, fällt es schwer zu glauben, dass wir die Krönung der Schöpfung darstellen. Irgendwie ist das dann doch eine etwas unbefriedigende Botschaft. Hier ist für mich nachvollziehbar, dass ein Astro-TV-Fan von diesem gigantischen Universum etwas mehr als nur diese deprimierende Aussage verlangt. Immerhin befindet sich in seinem Gehirn an die 100 Billionen Verknüpfungen. Das sind weit mehr Synapsen als es Sterne in unserer Galaxie gibt. Diese Verknüpfungen ermöglichen ein Bewusstsein und eine intellektuelle Kraft die immerhin Mozart, Motorräder und Moral hervorgebracht haben. In dieser Ausprägung ist das auf unserem Planeten ein einzigartiger Vorgang. Mit etwas gutem Willen lässt sich daraus schliessen, dass der Mensch mehr ist, als nur ein Stück vergänglicher Biomasse. Auch aufgeklärte Menschen müssen zugeben, dass sie keine Ahnung haben, was es mit dem Leben im Allgemeinen und unserer Spezies im Besonderen auf sich hat. Unsere Bedeutung kann alles und nichts sein, mit jeglichen Spekulationen, die dazwischen liegen. Die Astrologie ist eine davon.

Menschen:
Amöben, die in einem gigantischen Universum leben

Wir können daran glauben. Wir können es aber auch mit Karl Popper halten, der die Astrologie als Mythos einstufen. Oder wir geben der Astrophysikerin Margherita Hack recht. Die hält Astrologie für puren Aberglauben. (3) Letztendlich können wir mit den Instrumenten der Aufklärung nicht eindeutig sagen ob es die Kausalität zwischen Himmelsereignissen und irdischen Vorgängen gibt. Bei all dieser Unsicherheit, ist es gut, dass wir uns wenigstens auf Gypsy Chimps Analyse verlassen dürfen. Der stuft Astro-TV als Theater für Schmierenkomödianten ein. Da hat er schlicht und ergreifend recht. Aber was sollen wir nun an dem Punkt tun, wo Gypsy Chimp auch nicht weiter weiss und in seiner Ratlosigkeit auf das Motorradfahren verweist? Wo sollen die Astro-TV-Kunden denn Verlässlichkeit, Spiritualität und Orientierung finden, wenn sie mit dem, von Gypsy Chimp empfohlenen Motorrad durch ihr Universum brausen?

Astrologie:
Kausalität zwischen Himmelsereignissen und irdischen Vorgängen

Da die 70 Trilliarden Sterne nicht wirklich weiterhelfen, muss ein anderer Weg gesucht werden. Vielleicht können ja die 100 Billionen Synapsen des Zentralen Nervensystems ein Ansatzpunkt sein. Denn im Gegensatz zu den Sternen haben wir Menschen auf unsere Hirnstruktur Einfluss.

Ich bin was ich denke, glaube, mache und erlebe. Diese Faktoren entscheiden darüber welche Nerven miteinander vernetzt werden und wo Verknüpfungen sich lösen. Im Klartext heisst das, dass ich mir meine Realität selber gestalten kann. Glaube ich an etwas, verändert sich meine Hirnstruktur und der Glaube wird, wenn man es lang und intensiv genug macht, als real empfunden. Sollte Gypsy Chimp hier einwenden, dass das nichts mit der objektiven Realität zu tun hat, dann müsste man ihn fragen was er denn damit meine. Schon aus anatomisch-physiologischen Gründen kann ein Mensch die objektive Realität gar nicht erfassen. Das was wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen, kommt ja nicht unmittelbar bei uns an. Unsere Augen zum Beispiel nehmen optische Reize auf, wandelt diese in elektrische und chemische Signale um und unser Gehirn konstruiert aus diesen Signalen ein Bild. Diese Konstruktionsleistung erledigt es immer im Kontext unserer Erfahrungen, unserer Empfindungen und der Prioritäten, die wir gerade haben. Mehrere Menschen können so einen Vorgang beobachten und völlig unterschiedlich darüber berichten. Juristen, die Zeugen befragen, wissen davon ein Lied zu singen. Das wir Menschen die Dinge nicht ganz unterschiedlich erleben, liegt daran, dass wir uns in unsere Anatomie und Physiologie gleichen und das wir gemeinsame Erfahrungshintergründe haben. In unserem Kulturkreis haben wir uns zum Beispiel darauf geeinigt, dass ein Stuhl ein Stuhl und ein Klo ein Klo ist. Treffen wir nun auf einen Menschen, der ohne vorherigen Zivilisationskontakt aus dem Amazonasgebiet zu uns kommt, wird diese Einigung nicht vorhanden sein. Wir werden uns erst über die Bedeutung der Gegenstände mit ihm unterhalten müssen. Noch schwieriger wird es, wenn wir es mit einer anderen Spezies zu tun haben. Ich kenne Hunde für die ein Klo ein formidabler Wasserspender ist, der gelegentlich von einem Menschen verunreinigt wird.

Andere Spezies – andere Wahrnehmung: Das Klo ist ein
formidabler Wasserspender, der gelegentlich von einem Menschen verunreinigt wird.

Erschwerend kommt hinzu, dass eine andere Spezies Dinge wahrnehmen kann, die wir im besten Fall nur mit massivem technischem Aufwand erkennbar machen können: Ultraviolettes Licht, Ultraschallwellen, das Magnetfeld der Erde und so weiter. Das was wir als Realität bezeichnen ist also nichts weiter als ein Konstrukt, über das wir uns mehr oder weniger geeinigt haben und das auf einer sehr begrenzten Wahrnehmung basiert. Hier allerdings wurde im Zuge der Aufklärung hervorragendes geleistet. Mit den Wissenschaften, so wie wir sie heute kennen, können wir systematisch nach neuen Erkenntnissen suchen. Das läuft in einem klaren Rahmen ab und somit können wir das, was menschliche Realität ist, genauer bestimmen. Dort wo es aber um Spiritualität geht und die grundlegenden Menschheitsfragen des woher, warum und wohin, kommt die Wissenschaft an ihre Grenzen. Hier hilft nur noch der Glaube und dort können wir unsere Hirnstruktur so verändern, dass wir selbst mit den schlichten Botschaften der Astro-TV-Betreiber zufriedenstellende Antworten bekommen. Ich persönlich würde aber von Astrologie und von anderem esoterischen Firlefanz abraten. Es gibt wesentlich vielversprechendere Ansätze. Um die zu erkennen, werfen wir am besten ein Blick auf die Geschichte der menschlichen Spiritualität.

Grenzen der Wissenschaft:
Grundlegende Menschheitsfragen

Die Spezies Homo sapiens gibt es seit rund 300.000 Jahren auf diesem Planeten. Über die Frühphase seiner religiösen Entwicklung existieren nur wenig gesicherte Erkenntnisse. Naturreligionen, wie wir sie heute kennen, haben mit diesen Wurzeln nur noch wenig zu tun. Sie sind wahrscheinlich jünger als die Hochreligionen. Dort gibt es seit 4500 Jahren den Hinduismus, seit 4000 Jahren das Judentum, seit 2600 Jahren den Buddhismus, seit 2000 Jahren das Christentum und seit ca. 1450 Jahren den Islam. Im Gegensatz zu Astro-TV und esoterischen Bewegungen haben diese Hochreligionen eine lange spirituelle Tradition. In Sachen Glauben sind das richtige Kompetenzzentren und Menschen, die nach Spiritualität suchen werden dort gut aufgehoben sein. Aber was machen wir als aufgeklärte Menschen? Für die haben diese Religionen einige Zumutungen zu bieten. So gibt es zum Beispiel im Katholizismus Marien-Dogmen, die weniger seriös wirken, als die Requisiten bei Astro-TV. Aufgeklärte Geister brauchen hier eine gute Portion Gelassenheit und die Gewissheit, dass religiöse Vorstellungen nichts mit einer wissenschaftlichen Beschreibung der Realität zu tun haben. Religionen sind historisch gewachsene Konstruktionen, die uns einen Zugang zu dem bieten, was wir nicht erklären können. Sie ermöglichen uns die Welt zu verstehen, ohne sie zu verstehen und zu handeln, auch wenn wir nichts tun können. So formuliert es der Religionssoziologe Jörg Stolz in einem Artikel der NZZ. (4) Ich persönlich finde diese Funktionen der Religionen richtig gut. Das Glück des Motorradfahrens kann mir das nicht ersetzen. Beides hat seine Berechtigung und beides Bedarf einer gewissen Differenziertheit. Als halbwegs vernunftbegabter Motorradfahrer brettere ich nicht indifferent durch jede Kurve und als aufgeklärter Mensch gebe ich mich keinem naiven Glauben hin, der alles wortwörtlich nimmt. Auch einen Ausschlielichkeitsanspruch auf das einzig Richtige gibt es weder bei religiösen Konzepten noch bei Motorradmarken. Weder die Religionen, noch das Motorrad können uns die Ethik ersetzten. Alle religiösen Aspekte müssen sich, genauso wie mein Fahrverhalten an ethischen Masstäben messen lassen. Damit wird schon mal sicherstellt, dass ich nicht mit 100 Sachen durch eine Fussgängerzone fahre und das Menschen anderen Glaubens, nicht auf dem Scheiterhaufen landen. Motorräder und Religionen dürfen nicht zum Instrument des Machtmissbrauchs werden. Motorradfahrer die andere gefährden und Priester, die sich an kleinen Jungs vergehen, handeln sehr, sehr böse. Allerdings ist es übertrieben, wegen einiger asozialer Motorradfreaks gleich alle Zweiradfahrer zu verdammen und wegen den moralisch inkompetenten Angehörigen des göttlichen Bodenpersonals darf man nicht gleich eine ganze Religion verteufeln. Deren Strukturen zu kritisieren und eine Mentalität des Wegschauens anzuprangern ist hingegen absolut notwendig. Genauso wie wir eine Gesetzgebung fordern müssen, die Rasern das Handwerk legt.

Kartäuser Mönch:
Hochreligionen als spirituelle Kompetenzzentren

Nun stellt sich die Frage, welches Motorrad man fahren soll und welche Religion die passende spirituelle Heimat bietet, vorausgesetzt man hat Spass am Motorradfahren und das Bedürfnis nach Spiritualität. Die Qual der Wahl hängt von vielen Faktoren ab. Wer es bei Motorrädern gemütlich und klassisch mag, ist sicherlich mit einer Royal Enfield gut bedient. Bezüglich der Religion sind diejenigen, die auf Vergebung, Nächstenliebe und Erlösung stehen, beim Christentum gut aufgehoben. Nur welche der verschiedenen Strömungen soll man da wählen? Vielleicht gehen wir erstmal der Frage nach, welches Motorradmodell zu uns passt. Das ist einfacher zu beantworten. Für stilvolles Fahren ist die Royal Enfield Classic eine gute Wahl, für abenteuerliche Motorradtouren bietet sich das Modell Himalayan an und wer es sportlich mag und wird eine Interceptor 650 Twin bevorzugen. Bei der Wahl der Konfession ist es nicht ganz so einfach. Freikirchen haben oft etwas extremes an sich und die evangelische Kirche wirkt so illuminierent wie der deutsche Bundestag. Letzteres bemerkte Stefanie Rosenkranz in einer Reportage. (5) Dort schreibt sie weiter, dass ein evangelischer Gottesdienst das Ambiente eines Mathematikunterrichts habe. Ich finde diese Beschreibung sehr treffend. Die Stärken der reformierten Kirche liegen woanders, wie der evangelische Theologe und Publizist Bernd Becker am 1. 10. 2017 twitterte. (6) Dort schreibt er, dass es in einer reformierten Kirche vor dem Gottesdienst Kaffee gebe und er das fantastisch finde. Kaffee vor dem Gottesdienst ist sicher eine tolle Idee. Ich glaube aber nicht, dass koffeinhaltige Heissgetränke auf Dauer den reformierten Mangel an Spiritualität kompensieren können. Bei der orthodoxen Kirche wird man da sehr viel mehr Spiritualität finden. Allerdings liegt schon im Namen – der wahre Glaube – etwas ausschliessliches. Es ist anzunehmen das hier viele Extremisten ihr Unwesen treiben. Solche Extremisten gibt es auch in der katholischen Kirche. Die macht es einem mit ihrer unappetitlichen Geschichte und einigen zwielichtigen Hirten nicht ganz leicht. Selbst die integreren Herren dort können recht gruselig sein. Als zum Beispiel Joseph Aloisius Ratzinger das Amt des Papstes inne hatte, wirkte er ein wenig wie Darth Vader aus Star Wars. Kein Gottesmann dem man so ohne weiteres folgen mochte. Sein Nachfolger dagegen macht einen wesentlich sympathischeren Eindruck. Das erleichtert die Sache ungemein. Auch die Kirchen der Katholiken sind sehr hübsch und laden zur spirituellen Einkehr ein. Die Kunst, die man dort finden kann, beeindruckt. Ebenso die Musik. Bachs Matthäus-Passion zum Beispiel ist ein Werk, das sehr berührt. Auch Felix Mendelssohn Bartholdys Kantate nach dem 42. Psalm hat den ultimativen Gänsehautfaktor. Nebenbei bemerkt: Beide Musiker waren nicht katholisch sondern reformiert. In Sachen Spiritualität können die evangelischen Christen also doch mehr als nur Kaffee kochen.

Zumutung für aufgeklärte Menschen:
Marien-Dogmen, die weniger seriös wirken,
als die Requisiten bei Astro-TV.

Wenn ich die verschiedenen Kriterien so überdenke, bin ich persönlich mit einer Royal Enfield Classic und der katholischen Spiritualität ganz zufrieden. Ersteres weil es ein schönes Motorrad ist und ich es klassisch mag, letzteres weil es schöne Kirchen sind und ja, weil ich es klassisch mag. Allerdings bin ich vor Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ob eine Wiederannäherung gelingt, wird sich zeigen. Das mit dem Royal-Enfield-Fahren hatte ich auch vor vielen Jahren aufgegeben und erst kürzlich damit wieder begonnen. Hier zumindest scheint die Wiederannäherung zu klappen.

Gypsy Chimp :
Wird er in der Hölle landen?

Was aber ist mit Gypsy Chimp, der zwar eine Royal Enfield besitzt, aber es anscheinend nicht so mit der Spiritualität hat? (Ich schliesse das aus seiner Empfehlung für Astro-TV-Kunden.) Was passiert in einem katholischen Glaubensgebäude mit einem Menschen, dem das Motorradglück ausreicht? Wird er eines Tages mit seinem Töff in die katholische Hölle einfahren? Wird er in der Abteilung für gut gebildete, urbane und nicht religiöse Menschen bis zum jüngsten Tag das Fernsehprogramm von Astro-TV ertragen müssen? Ich glaube nicht. Wer einen so tollen Blog schreibt und sich zu dem als Menschenfreund zu erkennen gibt, wird dereinst mit seinem Motorrad direkt in den Himmel auffahren. Dort an der Himmelspforte wird Petrus seine geile Royal Enfield bewundern und ihm zu den vielen gelungenen Blogbeiträgen beglückwünschen. Die Engel, die Motorradblogs lesen, werden ihm zu Ehren ein Ständchen bringen und dann mit Gypsy Chimp, bis in alle Ewigkeit, von einer Wolke zur nächsten fahren. Und ob das nun die Realität ist, dass entscheiden wir ganz alleine. Wichtig ist einzig daran zu glauben.

Quellen

Startseite

Abenteuer Mensch

Abenteuer Enfield

Bildnachweis: Das Titelbild ist eine Fotomontage aus Agenturbildern. Alle anderen Fotos sind in und um die Kartause Ittingen entstanden.

Comments

  1. Hallo Thomas,

    ich entdecke gewisse parallelen zu Dir. 🙂

    Habe mich ebenfalls auf die Socken gemacht u. die kath. Kirche weit hinter mir gelassen u. leiste mir einzig u. alleine eine Weltanschauung die dem Buddismus zugeordnet werden kann.

    Das reicht mir, man wird doch mit dem Alter bescheidener.
    Drum hab ich mich auch bewusst für „meine Bullet mit rechts was dran“ entschieden.
    Wie beim Glauben, reflektieren u. sich bewusst werden was war, was ist u. wohin man möchte.
    Was ist der Zweck meiner Lebensreise, warum bin ich hier, trotz meiner vielen Unzulänglichkeiten.

    Wie schrieb Astrid Lindgren mal:
    „Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht!“

    In dem Sinne, wünsche ich uns allen ein sonniges Gemüt u. schönes Wetter zum erleben des Leben.

    Denn: “ Nichts hat der Mensch nötiger, als den Menschen“

    Lg Edi

    • Herzlichen Dank für die schöne Rückmeldung, lieber Edi. Der Buddhismus ist eine sehr spannende Religion. Ich befürchte nur, dass ich da als Motorradfahrer und Wurstliebhaber ganz schlechte Karten habe. All die kleinen Insekten die an meinem Helm zermatscht wurden. All die empfindsamen Tiere, die grausam in Schlachthöfen den Tod fanden. Das bedeutet ein ganz, ganz schlechtes Karma.

      Ich hatte in Indien jemanden kennengelernt, der dem Jainismus angehörte. Das Gebot der Ahimsa, das Nichttöten und Verletzen von Lebewesen, hatte er sehr ernst genommen und eine entsprechende Lebensweise gewählt. Das hat mich sehr beeindruckt.

      Ich für mich muss da wohl auf das christliche Konzept der Vergebung hoffen.

      • Hej Thomas,
        nun ja, ich sehe das gaaanz locker u. suche mir das für mich passende aus der Weltanschauung des Buddhismus aus.
        Nein ein Religionsersatz ist das nicht für mich.
        Das mit der Weltanschauung hat übrigens mal der Dalai Lama selbst gesagt………
        Ich esse natürlich auch ganz normal Fleisch u. rase mit dem Gespann auch Fliegen tot, bzw. die fliegen ja absichtlich gegen meine schön geputzte saubere RE. 🙂 ))) Eine Frechheit ist das von denen.
        Wenn Du nicht mit Absicht tötest, gibt das auch kein schlechtes Karma….. 🙂

        Ich muss trotzdem noch weiter an meinem Karma arbeiten….. sonst muss ich noch ne extrarunde hier drehen…. am liebsten dann direkt auf ner RE.

        Der Gedanke gefällt mir…..

        Wünsche Dir/Euch einen entspannten Tagesausklang u. eine gute Woche,
        Lg Edi

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.