Blöder Krümmer II

Teil 2

Hier geht es zum 1. Teil: Lesen empfohlen.

„Scheisse, Scheisse, Scheisse! So eine verdammte Scheisse!“ Ich sitze auf dem Motorrad und brülle meinen Frust in den Fahrtwind.  Der antwortet mit einem Schwarm Eintagsfliegen. 

Die Insekten bleiben an Zähnen und Gaumen kleben. Angewidert spuke ich zur Seite. Mein Rotz fliegt weg und landet genau auf der Windschutzscheibe eines SUV`s.  Der fährt hinter mir und winkt nun bedrohlich mit den Scheibenwischern. Mir ist es egal. Was jucken mich SUV`s. Ich habe wahrlich andere Probleme. Und diese Probleme haben es in sich. Ich leide nämlich an einer Bindegewebskrankheit des Penis. 

Induratio penis plastica nennen die Mediziner dieses Leiden und dozieren nebulös von einer erworbenen fibrotischen Verhärtung.  

Die Sprache, die mein Schwanz spricht, ist hingegen klarer. Der hat einen fürchterlichen Knick bekommen. Und das ist ärgerlich. 

So ein krummes Glied ist nämlich nicht nur ästhetisch eine Zumutung. Auch die Durchblutung leidet und viele Stellungen des Kamasutras sind mir nicht mehr möglich. Die Variationen in denen ich den Geschlechtsakt vollziehen kann, werden sehr überschaubar.

Es ist wie ein Alptraum. Und um aus dem endlich erwachen zu können, war ich heute beim Urologen. Der hat mir dann lächelnd verkündet, dass sich die Situation durchaus verschlimmern kann und dass Impotenz ein mögliches Schicksal wäre. 

Um diese Katastrophe zu verhindern hat mir der Arzt therapeutisches Masturbieren und Geschlechtsverkehr verordnet. Denn nur wenn die Schwellkörper gut durchblutet werden, kann sich das krankhafte Bindegewebe nicht ausbreiten. Und damit das mit der Durchblutung optimal funktioniert, soll ich brav potenzfördernde Mittel nehmen oder eine Penispumpe verwenden. 

Von denen habe ich dann aus Versehen vier bestellt. Vier blöde Penispumpen! Ja, Online-Shopping hat so seine Tücken. Und ob ich die Bestellung stornieren kann, steht in den Sternen. Denn in der Schweiz kann man nicht ohne weiteres von einem Kaufvertrag zurücktreten – auch dann nicht, wenn der irrtümlich abgeschlossen wurde. Um es mal vorsichtig auszudrücken: Das Widerrufsrecht ist bei uns so ziemlich konsumentenfeindlich. 

Nun bin ich auf dem Weg zu meiner Gattin. Wir leben an unterschiedlichen Orten und verbringen nur die Wochenenden zusammen. Und diesem Wochenende sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen. 

Der SUV überholt mich und am Steuer sitzt eine ziemlich scharfe Blondine. Die Frau versucht mich mit Seitenblicken zu töten. Es gelingt ihr nicht. 

Ich unterdrücke das Bedürfnis mit meiner Zunge anzügliche Gesten zu machen. Denn das wäre unangemessen. 

Schliesslich ist die Frau nicht für mein krummes Glied verantwortlich. Auch meine schlechte Laune kann ich ihr nicht in die Schuhe schieben. Und scharfe Blondinen in SUV’s haben genug eigene Probleme. Ihr Leben wird von schlechten Witzen und sexueller Belästigung geprägt. Da muss ich nicht auch noch mitmachen. Mit meiner desolaten Schwanzsituation sowie so nicht. 

Der SUV ist nun vorbeigezogen und entfernt sich mit hoher Geschwindigkeit. Ich bin froh, dass das Fahrzeug nicht mehr hinter mir ist. Denn wenn ich von so einem Automonster überrollt würde, wäre der krumme Schwanz meine geringste Sorge. Mir schaudert bei der Vorstellung. Aber so richtig Trost finde ich in dem Gedanken nicht. Im Gegenteil. Schwermut überkommt mich und ich kämpfe gegen meine Tränen.

„Sei ein Mann und reiss dich zusammen.» Statt den Emotionen freien Lauf zulassen, schimpfe ich mit mir. Und um meinen Gefühlen zu entkommen, lenke ich die Konzentration auf das Fahren.

Vor einer Kurve ziehe ich die Kupplung und trete einen Gang runter. Dann gebe ich maximale Schräglage. Das Rad läuft in der perfekten Spur. Am Ende der Kurve beschleunige ich und schalte rauf. Das Motorradfahren tut gut. Es ist Balsam für meine Seele.

Wäre mein Leben ein Ian-Flemming-Roman, würde der James-Bond-Autor jetzt folgendes schreiben:

„Sein Motorrad, eine der letzten Royal Enfield Classics mit 500cc Motor, war sein persönliches Hobby. Er hatte es vor ein paar Jahren neu gekauft und seitdem liebevoll gepflegt. Die Maschine fuhr er hart und gut und mit einem fast sinnlichen Vergnügen. Es war ein olivgrüner Klassiker mit langhubigem Einzylinder und fähig 120 Kilometer die Stunde zu fahren. 

Er fuhr die Anhöhe hinauf und schon bald hallte das satte Dröhnen des 5 Zentimeter dicken Auspuffrohrs über die mit Sonnenblumen gesäumte Strasse.“

Aber mein Leben ist kein Ian-Flemming-Roman. Und James Bond muss sich nie mit so einem Scheiss herumschlagen.  

Im Wesentlichen hat das zwei Gründe. Zum einen würde der britische Secret Service niemanden einstellen, der zu blöd ist, um sich fehlerfrei eine Penispumpe zu bestellen. 

Mit sagenhaften vier Penispumpen würde man mich wahrscheinlich schon beim Eignungstest eliminieren. Und das, weil man glauben würde, dass ich mit diesem Mangel an Shopping-Kompetenz, eine Gefahr für die freie Wirtschaft darstelle.  

Zum anderen ist James Bond eine omnipotente Kunstfigur. Der raucht drei Packungen Zigaretten und trinkt Wodka-Martini bis zum Abwinken. Sein Glied steht dann immer noch gerade wie eine Eins.

Ein James Bond würde auf keinen Fall eine Penispumpe brauchen. Weder als Erektionshilfe noch um seinen Schwanz zu begradigen.

Wobei das nicht ganz stimmt. Sir Roger Moore war sieben Mal im Dienste ihrer Majestät unterwegs und ist damit zu einer Janes-Bond-Legende geworden. Moor erkrankte 1993 an Prostatakrebs. Es folgten Chemotherapie und Operation. Vor allem die operative Behandlung könnte seiner Erektionsfähigkeit ordentlich zugesetzt haben. Penispumpen sind in solchen Fällen ein bewährtes Hilfsmittel. 

Wer von Prostatakrebs heimgesucht wird, kann mich mit Fug und Recht ein Weichei nennen. Im Gegensatz zu dieser Erkrankung jammere ich auf hohem Niveau. Trotzdem ist das Leid, das einen persönlich betrifft, immer das Schlimmste. Und hier bin ich auf meine Ehefrau sauer. 

Ihr habe ich bei meinem letzten Besuch berichtet, dass ich zum Urologen gehe. Sie zeigte sich desinteressiert.

„Ich kann mich nicht auch noch um deine Schwanz-Probleme kümmern.“ Mit diesem Statement signalisierte sie, dass damit alles zu dem Thema gesagt sei.

Ich nehme mir vor, nicht mit ihr darüber zu sprechen. Das verbietet mir meine Selbstachtung. Aber mit irgendjemandem muss ich reden, denn mein Ego nimmt gerade massiv Schaden. Ich brauche dringend psychologischen Beistand.

Also halte ich kurz am Wegesrand und rufe meinen besten Freund an. Während es klingelt, fahre ich weiter.

Das ist das Schöne an modernen Helmsprechanlagen. Man kann während der Fahrt telefonieren.

Mein bester Freund ist Arzt und als solcher geradezu prädestiniert, um mir Verständnis entgegenzubringen. Aber weit gefehlt. Seine Stimme klingt gereizt.

„In meinem Wartezimmer sitzen todkranke Menschen und du jammerst wegen einem krummen Penis.“

„Aber die Einschränkungen beim Geschlechtsakt und das Damoklesschwert der Impotenz“, werfe ich ein. „Ich bin nicht todkrank, aber ich fühle mich so.“

Der Einwand von mir klingt trotzig. Mein bester Freund wechselt die Stimmlage. Es tönt, als würde er einem renitenten Kind etwas Selbstverständliches erklären.

„Ich verrate dir mal ein Geheimnis. Auf der ganzen Welt gibt es keine Frau, die dich und deinen Pimmel wirklich braucht. Jeder Dildo ist im Bett besser als du. Im Gegensatz zu so einem Gummischwanz sind Männer deines Schlages ein Störfaktor für den weiblichen Orgasmus.“

Ich werfe meinem Freund Zynismus vor. Ausserdem mache ich ihn darauf aufmerksam, dass es hier nicht um die weibliche, sondern um meine Sexualität geht. 

„Na und? Du hast all die Jahre Sex gehabt. Das reicht doch wohl. Jetzt kannst du dich mit anderen Dingen beschäftigen. Zum Beispiel mal bei der Hausarbeit helfen.“

„Damit es sich die Frau in der Zwischenzeit mit dem Dildo besorgen kann.“ Mit diesen Worten vervollständigte ich die Dystopie und lobe ihn für diesen Vorschlag: „Das ist genial. So romantisch habe ich mir mein Liebesleben immer vorgestellt.“

„Du und Romantik“, ätzt mein Freund. „Ausserdem findet Sex im Kopf statt und nicht zwischen den Beinen.“

Inzwischen geht mir der Herr Doktor wahnsinnig auf die Nerven. Vor allem mit solchen Plattitüden.

Zuletzt gibt er mir noch ein paar gut gemeinte Ratschläge auf den Weg.

„Das, was Frauen wirklich von dir wollen, ist, dass du freundlich und sauber bist. Dass du keine Probleme machst und deine Unordnung selbst wegräumst. Sie wollen, dass du ihnen auch Mal zuhörst. Und nicht immer nur dich und deine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellst. Und bei all dem ist es völlig unerheblich, ob dein Glied hängt oder steht. Und ob es krumm oder gerade ist.“  

Mein Freund fügt an, dass er jetzt den Menschen beistehen müsse, die wirklich seine Hilfe brauchen. Dann legt er auf.

Nach diesem Gespräch lausche ich dem beruhigenden Brummen meiner Enfield. Es ist, als wolle mir das Motorrad Trost spenden. Und diesen Trost habe ich dringend nötig.  

Ich bin schockiert, dass Mediziner so wenig Verständnis und Mitgefühl aufbringen. Und mein Leidensdruck scheint allen am Arsch vorbeizugehen.

Während ich mich in Selbstmitleid suhle, merke ich, dass meine Hand am Gashebel zieht. Im letzten Moment verhindere ich ein Geschwindigkeitsdelikt. Vor einem Schild mit einer 60 gehe ich in die Klötze. Dahinter grinst mich eine Radarfalle an. 

„Ich blitze auch Knaben mit krummen Schwänzen.“ Höhnisch flüstert mir das Gerät diesen Satz zu. Ich zeige der Anlage meinen Mittelfinger.

Und in dem Moment wird mir klar, dass es zwischen schnellen Fahrzeugen und Schwanz-Problemen durchaus ein Zusammenhang geben kann. In dem Vorurteil, dass Porschefahrer ein kleines Glied haben, könnte ein Fünkchen Wahrheit stecken. 

Und wie sieht es mit den schnellen Motorrädern aus? Ob nun BMW S 1000 RR, Kawasaki Ninja H2 oder Suzuki GSX – sie alle eignen sich zur Kompensation von zu kleinen, zu krummen oder zu schlaffen Schwänzen. Wobei nicht jeder Liebhaber dieser Modelle einen zu kleinen, zu krummen oder zu schlaffen Schwanz haben muss. Das wäre ein Trugschluss. Aber es wäre für das Motorradmarketing sicher eine Bereicherung, wenn man hier valide Zahlen hätte.  

Würde tatsächlich ein signifikanter Zusammenhang bestehen, könnte man das Marketing entsprechend ausrichten. Zum Beispiel Penispumpen mit BMW-Logo, als Merchandising-Aktion. 

Ich lächele bei dem Gedanken. Aus mir wäre sicher ein genialer Werbestratege geworden. Aber man kann ja nicht alles machen.

Mittlerweile bin ich bei meiner Frau angekommen und strafe sie mit Wortkargheit. Das scheint meine Gattin nicht weiter zu stören. Munter plappert sie von diesem und jenem. 

Ich höre nur mit einem Ohr zu. In dem anderen hallen die Worte meines bestens Freundes wider: „Auf der ganzen Welt gibt es keine Frau, die dich und deinen Pimmel wirklich braucht.“

Der Satz nagt an meinem Selbstverständnis und für den Rest des Abends verfalle ich in düsteres Schweigen. Meine Frau hingegen ist bester Laune. Sie ignoriert meine Depression. Stattdessen erzählt sie mir von ihrer neuen Eigentumswohnung. Einer Wohnung, die so klein ist, dass ich darin keinen Platz haben werde. Eine Wohnung wie geschaffen für das Zusammenleben mit einem Dildo. 

Am Abend bin ich noch lange wach. Ich höre Gustav Mahlers achte Sinfonie. Dabei hänge ich meinen Gedanken nach. 

Gustav Mahler hatte eine ziemlich scharfe Frau: Alma Mahler. Und die hatte Liebhaber, was für Mahler sicherlich nicht einfach war. Dafür hatte er in meinem Alter keine Probleme mit einem krummen Glied. Denn Mahler war in meinem Alter schon längst tot. Hinweggerafft von einer blöden Infektionskrankheit. Es kann einen schlimmer treffen als mit einem krummen Schwanz. 

Während Instrumente, Chöre und Solisten die Sinfonie der Tausend intonieren, frage ich mich, was wäre, wenn ich von absoluter Impotenz heimgesucht würde. 

Das letzte technische Hilfsmittel ist die sogenannte Penisprothese. Der Nachteil ist, dass die Schwellkörper ausgeräumt werden müssen, um die Prothese zu platzieren. Wenn da etwas schiefläuft, geht gar nichts mehr. 

Man kann zwischen einem starren und zwei hydraulischen Systemen wählen. Alle drei Lösungen bedeutet einen Fremdkörper im Penis. Und Fremdkörper können sich entzünden. Hydraulische Systeme, die Flüssigkeiten in die Schwellkörper pumpen, können zudem undicht werden. Und in dem Fall eine Leitung abzudichten ist wirklich schwierig. 

Als Motorradfahrer weiss ich, dass jede Technik kaputt gehen kann. Deshalb liebe ich Dinge, die sich einfach reparieren lassen. Penisprothesen gehören definitiv nicht dazu. 

Und überhaupt, was bedeutet eine Penisprothese bei einem Unfall. So ein Unterleibstrauma wird dem Ding sicher nicht guttun. 

Menschen, die schützenswertes im Strassenverkehr transportieren, weisen oft mit Warnstickern darauf hin. Zum Beispiel mit dem Aufkleber „Baby on Board“. Ich könnte mir ja dann einen Sticker für die Leuchtweste machen. In Form eines Warndreiecks mit rotem Rand und drinnen schwarz, auf weissem Grund ein Penis-Symbol. Darunter dann die Aufschrift „Penisprothese on Board“. Auf Motorradtreffen wäre so eine Leuchtweste echt der Hingucker. Ein richtiges modisches Highlight. 

Nein, so verführerisch der Gedanke der mechanischen Omnipotenz auch ist, so ganz überzeugen mich die Lösungen nicht. 

Zudem müsste man für so eine Prothese 20.000.- Euro auf den Tisch legen. Für das Geld könnte ich mir auch ein Dnepr Gespann kaufen. Das wollte ich schon immer einmal haben.

Lustig wäre hier eine Umfrage in den einschlägigen Facebook-Motorradgruppen: Soll ich mir ne‘ Dnepr oder eine Penisprothese kaufen? Vor allem die Kommentare wären unterhaltsam. 

Und wenn ich mir den Gegenwert eines Dnepr Gespanns in mein Glied einsetzen lasse, dann kann ich bei einer solchen Investition ja nicht nur die „Hausstrecke“ fahren. So etwas muss sich rentieren und das heisst Promiskuität bis der Arzt kommt. Was das dann allerdings für das Beziehungsleben bedeutet, ist nicht ganz einfach einzuschätzen. Es könnte problematisch werden.

Gustav Mahlers Musik dröhnt in meinen Ohren und die Angst vor der Impotenz hämmert in meinem Kopf. 

Noch funktioniert es ja halbwegs und mit etwas Glück werde ich meine GV-Fähigkeit bis ins hohe Alter retten. Was aber wenn nicht?

Die Frage liegt mir wie ein Stein im Magen und Gustav Mahler macht die Sache auch nicht besser.

Also gehe ich zu Bett, schlafe unruhig und träume schlecht.

Am nächsten Morgen suche ich mit meiner Frau das Thermalbad auf. Und während wir an den Massagedüsen stehen, fragt meine Frau: „Wie war`s eigentlich beim Urologen? Du jammerst ja gar nicht wie sonst.“

„Du hast ja auch gesagt, dass es dich nicht interessiert.“ Mein Einwand klingt weinerlicher als ich es eigentlich wollte.

„Also, es gibt sicher spannenderes in meinem Leben als dein Urologenbesuch. Aber erzähl doch mal.“

Und so erzähle ich. Als ich zum Thema Penispumpe komme, prustet meine Frau los. Lautstark fragt sie:

„Du trainierst mit einer Penispumpe?! Ist das dein Ernst?“

Meine Frau lacht schallend. Mir hingegen steigt die Schamröte ins Gesicht. Unsicher schaue ich mich um. Gott sei Dank ist kein Badegast in direkter Nähe. 

Ich beschliesse nicht noch mehr zur Erheiterung meiner Gattin beizutragen und verschweige ihr, dass ich nicht nur eine, sondern versehentlich vier Pumpen bestellt habe. Sie wirft mir einen verschmitzten Blick zu und fragt: „Hast du denn schon einen Namen für deine Penispumpe?“

Ich schaue meine Gattin verständnislos an. Die lächelt und klärt mich fröhlich auf.

„Ich finde, dass ein Gerät, mit dem du so intim verkehrst, auch einen Namen haben muss. Erika wäre doch schön. Wenn dein Sohn dann fragt, wo denn Papa ist, kann ich ihm sagen: Der trainiert mit Erika im Schlafzimmer und will nicht gestört werden.“

Meine Frau findet das wahnsinnig komisch und mir wird eines klar: Wer eine Penispumpe hat, muss sich um den Spot nicht sorgen. Und dass der Spot meine kleinste Sorge ist, werde ich in nächster Zeit erfahren. 

Dabei läuft es erstmal sehr gut. Am Montag meldet sich eine freundliche Dame und bestätigt, dass der Kauf von drei Penispumpen storniert ist. Die Kosten wurden mir bereits rückvergütet.

Das Glück war mit mir. Die Webseite hat zwar eine Schweizer Domain, aber die Vertriebsfirma ist in Deutschland ansässig. Im Gegensatz zur Schweiz ist man dort etwas konsumentenfreundlicher.

Zehn Tage später wird die Pumpe geliefert und ich teste das Wundergerät. Es ist ein Plastikzylinder mit einem Hartgummi-Ansatz an dem einen Ende. Am anderen befindet sich eine Art Revolvergriff zum Pumpen. Verpackt ist alles in einem schwarzen Nylon-Täschchen, inklusive eines Gleitgels, mit dem man den Hartgummi-Ansatz einschmieren soll.  

Das Ganze wirkt unangenehm fremdartig auf mich. Und während ich für einen Testlauf im Badezimmer stehe, komme ich mir dämlich vor. Viel lieber würde ich jetzt eine Runde mit dem Motorrad drehen. Aber von Motorradrunden wird mein Schwanz auch nicht gerader. Also seufze ich tief und ergehe mich wieder einmal in Selbstmitleid. Dann reisse ich mich zusammen. 

Ein Mann muss das tun, was ein Mann tun muss. Das wusste schon Gary Cooper in Zwölf Uhr mittags. Also schaue ich grimmig und bin fest entschlossen mir eine Erektion zu pumpen. 

Nach ein paar wenig lustvollen Bewegungen liegt mein Glied im Zylinder. Ich beginne mit dem Pumpvorgang. Zehn Minuten später habe ich dann einen Krampf in der Hand, aber kein Vakuum in der Röhre. Von einer Erektion ganz zu schweigen. 

Ob die Pumpe defekt ist? Ich starte einen Testlauf an meinem Bauch. Der ist rund, kugelig und glatt. Somit bietet er das ideale Pumpentestgelände.

Auch dort pumpe ich fleissig und irgendwann saugt sich das Ding tatsächlich fest. Ein Griff auf das Druckventil und mit einem ekligen Schmatzer löst sich die Pumpe von meinem Abdomen. Zurück bleibt ein unschöner roter Ring. Eine Art Pumpen-Knutsch-Fleck.

Im Prinzip müsste die Pumpe funktionieren. Warum also klappt das mit dem Vakuum nicht im Intimbereich. Die Gebrauchsanweisung wird mir hier sicher Auskunft geben. Dort lese ich, dass eine Erektion dann eingetreten ist, wenn der Penis steif wird und dass bei einer Erektionsstörung der Penis nicht steif wird. Die Gebrauchsanleitung ist also für Idioten geschrieben. Das ist erst einmal positiv. Denn so stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch ich die Erklärungen verstehen werde. Und das, was ich nun realisiere, ist ein für mich verstörender Hinweis. Die Pumpe funktioniert nur, wenn ich mir die Haare im Schambereich rasiere. Ich schlucke leer.

Warum denn das auch noch? Ich lebe zwar in einer Gesellschaft von Menschen, die an einer Schamhaar-Phobie leiden. Aber dieses Phänomen betrifft vor allem jüngere Personen. Und bei denen geht es da in erster Linie um modische Gründe. 

Hautirritationen, Pusteln, Pickel und Rasurbrand sind dann die Risiken, die man für diesen Trend in Kauf nimmt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Wundrose oder Blutvergiftung kommen.

Das alles ist unappetitlich. Und das erhöhte Infektionsrisiko durch Genitalwarzen und Syphilis macht die Sache auch nicht besser. Für einen alten Zausel wie mich gibt es also keinen Grund sich das Schamhaar zu rasieren. Ausser man trainiert die Genitaldurchblutung mit einer Pumpe. 

Soll ich meinen guten Rasierer nehmen, mit dem ich mir mein Barthaar entferne? Der Gedanke behagt mir nicht. Also durchforste ich das Badezimmer. 

Ich lebe mit meiner besten Freundin in einem Haushalt. Und irgendwo muss die doch einen Einwegrasierer für Frauen rumliegen haben. Aber wo genau? Ich weiss es nicht, denn die weibliche Ordnung der Dinge ist eines der Mysterien, die ich nie begreifen werde.

Sei es drum. Als Mann muss man sich den grossen Mysterien stellen und so öffne ich mutig ihren Spiegelschrank. Dort krame ich mich durch unzählige Creme-Dosen, Tuben und Fläschchen. 

Wozu braucht sie nur das Zeug? Es ist mir ebenfalls ein Rätsel.

Bei all den Kosmetika befällt mich ein Gefühl der Resignation und ich bin geneigt die Suche abzubrechen. 

Dann aber, völlig unverhofft, finde ich ein paar von den Dingern. Sie sind rosa und aus diesem Grund teurer als Einwegrasierer für Herrn. Pink Tax – rosa Steuer nennt sich das Prinzip mit der die Wirtschaft fröhlich Frauen abzockt. Denn im Gegensatz zu uns Männern geben Frauen viel mehr Geld für Körperpflege-Artikel aus. Diese Bereitschaft nutzt unsere Industrie und greift ungeniert in die Damenhandtaschen. Ich finde das nicht gut, aber im Moment habe ich existentiellere Probleme – Pumpenprobleme sozusagen. Also leihe ich mir einen der überteuerten Rasierer aus.

Nach der Entfernung meiner Schambehaarung, diverser Schnittwunden und lauten Flüchen versuche ich wieder mein Glück. 

Das Pumpen mit dem Pistolengriff stählt die Handmuskulatur. Wahrscheinlich werde ich mit dem Ding weniger für die penile Durchblutung erreichen, dafür aber Wallnüsse mit den blossen Fäusten knacken können. Auch nicht schlecht, um Frauen zu beeindrucken.

Ich will schon aufgeben, da merke ich, wie sich ein Vakuum bildet. Mein Begeisterungsruf „Heureka“ wandelt sich schnell in einen Schmerzensschrei. Der geht nahtlos in ein Stöhnen und dann in ein Wimmern über. 

Mit zittrigen Fingern betätige ich das Entlastungsventil und der Schmerz lässt nach. Ich habe versehentlich ein Hoden mit in den Zylinder gesaugt, eine durchaus eindrucksvolle Erfahrung. Ich würde sie nicht einmal meinen schlimmsten Feinden zumuten wollen. 

Also lege ich die Pumpe beiseite und ziehe die Hose hoch. Nach dem die Schmerzen erträglich sind, versuche ich mich an den erektionsfördernden Wunderpillen. Auch die hat mir ja der Urologe verschrieben. Als Alternative zur Penispumpe.

Hoffentlich bringen die Tabletten was. Denn um sie zu bekommen, habe ich mich in erniedrigender Weise von einem Apotheker belehren lassen müssen. Und das im Beisein einer jungen hübschen Frau. 

Als ich den Apotheker um etwas mehr Diskretion bat, hat der mir gesagt, dass ich mich wegen der Erektionsstörungen doch nicht schämen müsse. Die Frau hat mich dabei angeschaut, als sei ich ein verklemmter Aussetziger mit perversen Neigungen. Mir war die Situation zutiefst unangenehm. 

Mit einem Kopfschütteln vertreibe ich die Erinnerung, greife nach einem Glas Wasser und schlucke das Tadalafil. Eine Stunde später scheint die Tablette zu wirken. 

Allerdings verbessert sich meine Erektion nicht massgeblich. Das Glied hat immer noch einen Knick, ist aber in einem gewissen Rahmen zum Geschlechtsakt fähig

Alles wie gehabt. Das Medikament macht es weder besser noch schlechter. Dafür sorgen die Pillen für eine verstopfte Nase und für Sodbrennen. Beim Abendessen ist es ein Gefühl, als wollen die Pizzastücke wie Zombies aus meinem Magen kriechen. Langsam, aber mit unaufhaltsamer Gewalt, suchen sie ihren Weg zurück in die Speiseröhre. Schön ist das nicht.

Während mein Magen rebelliert, sehe ich im Fernsehen Katastrophenbilder aus Deutschland. Unwetter und Fluten haben unvorstellbare Zerstörungen angerichtet. Menschen wurden getötet, verletzt und haben Schreckliches erlebt. In Anbetracht dieses furchtbaren Leides komme ich mir mit meiner der-Schwanz-ist-krumm-Problematik lächerlich vor. Die Naturgewalten haben auch dort gewütet, wo mein bester Freund praktiziert. Ich rufe ihn an, um zu fragen, wie es ihm geht. Er wirkt gereizt. 

„Ich habe hier eine Menge schwer traumatisierter Menschen und keine Zeit für deine Luxus-Schwanz-Probleme.“

„Ich wollte einfach nur hören, ob es dir gut geht und ob deine Praxis überflutet wurde.“

Mein Freund erzählt von nicht enden wollenden Arbeitstagen und von Menschen, die Furchtbares durchgemacht haben. Das relativiert alles. 

Klar, auch der Keller meiner Frau wurden von den Wassermassen heimgesucht. Aber im Vergleich zum deutschen Drama war das eher harmlos. Und mein Gejammer wegen des krummen Gliedes geht in diesen Fluten völlig unter. 

Trotzdem bleibt meine Angst vor der Impotenz. Sie sucht mich im Schlaf heim und lässt mich schweissgebadet erwachen. Aus dem Nichts heraus überkommen mich depressive Schübe, ein Gefühl der Leere und des Verlustes.

Von einer Stimmung, in der unbelastete Sexualität stattfinden könnte, bin ich weit entfernt. Tabletten und Pumpe liegen ungenutzt in einem Schrank. Ich gehe Situationen, in denen Zärtlichkeit und Nähe entstehen könnten, aus dem Weg. Dafür fahre ich risikofreudiger mit dem Motorrad, suche meine Grenzen und die der Technik.

Und sitze ich mal nicht im Motorradsattel, bin ich unleidig und reizbar. Auch das Schreiben und Fotografieren gehen mir nicht mehr von der Hand. Beides sind wichtige Tätigkeiten, die mir helfen mein Leben zu bewältigen. Aber mit der Angst vor sexueller Impotenz erleide ich eine kreative Impotenz.

Ich fühle mich wie gelähmt, voller Scham und mit einem aufsteigenden Gefühl der Minderwertigkeit. Und das Schlimmste ist, dass ich all diese Gefühle gar nicht haben dürfte. 

Einzige im Motorradfahren finde ich Trost. Und das mache ich immer rasanter. Als ich dann geblitzt werde, will mir kein Fluch über die Lippen kommen. 

Stattdessen fahre ich in gemässigtem Tempo weiter. Irgendwann halte ich am Strassenrand. Dort hat der Künstler Werner Ignaz Jans sein Atelier. Diverse Holzfiguren stehen vor dem Haus. Und während ich die Skulpturen auf mich wirken lasse, gehe ich in mich. Nein, ich will nicht, dass mein Leben von Ängsten blockiert wird. Ich will nicht an das denken, was kommen könnte.

Von der Kunst gestärkt fahre ich nach Hause. Getragen von dem Entschluss mein Leben in den Griff zu kriegen. Und so beginne ich fleissig meine penible Durchblutung zu fördern. Auf diese Weise bessert sich die Situation merklich. Und nach ein paar Monaten macht mein Glied wieder einen halbwegs ansehnlichen Eindruck. Fast wie früher. Die Krümmung ist zwar zu spüren, aber kaum noch zu sehen. Und auch die Funktionsfähigkeit ist weitgehend wieder hergestellt. 

Der Umstand, dass ich zehn Kilogramm abgenommen habe, ist in jedem Fall für mein Sexualleben förderlich. Ebenso die Tatsache, dass ich nun regelmässig Sport treibe.

Beckenbodengymnastik wirkt im Übrigen auch gut. 

Nur die Pumpe war wenig hilfreich. Die liegt immer noch Schrank und fungiert dort als Mahnmal. Als Mahnmal für die Erkenntnis, dass die männliche Erektionsfähigkeit ein fragiles Ding ist.  

Ich werde bald sechzig und irgendwann kommt die Zeit, da wird das Leben härter als mein Schwanz sein. Vor diesem Moment habe ich echt Angst und diese Angst sucht mich weiterhin in meinen Alpträumen heim.

Wenn es soweit ist, werden die Tabletten helfen. Zumindest hoffe ich das. Mit den lästigen Nebenwirkungen werde ich mich dann wohl arrangieren müssen. 

Über diese Dinge denke ich nach, während ich mit meinem Motorrad langsam über die Landstrasse tuckere. 

Das was gewesen ist hat mich in meinen Grundfesten erschüttert. Ich bin mir wieder einmal meiner Vergänglichkeit bewusst geworden. 

Und um die traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten habe ich all das in einem Blogbeitrag niedergeschrieben. Beim Gegenlesen, gibt dann meine Frau zu bedenken, dass der Text doch sehr indiskret ist.

Irgendwie hat sie da nicht unrecht. Und ich weiss nicht so genau, ob ich ihn veröffentlichen soll.

Denn mit diesem Text oute ich mich als Mann, dessen triumphale Virilität einen ordentlichen Knick bekommen hat. Und dieser Knick ist ausgerechnet in dem Körperteil sichtbar, der sinnbildlich für unsere Männlichkeit steht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf der anderen Seite war die Virilität nie so triumphal, wie ich es mir gerne vormache. Es hat mal gerade für eine erfolgreiche Zeugung gereicht. Na ja, und für ein bisschen Beziehungsgestaltung und etwas Spass. 

Der erigierte Penis als Sinnbild der Männlichkeit, ist ja auch eine eher stereotype und triviale Vorstellung. 

Aber Stereotyp hin und Trivialität her – diese Vorstellung ist tief in unserem Bewusstsein verwurzelt. Und das seit der Antike. Nur wenige Männer haben sich davon emanzipieren können. Ich gehöre leider nicht dazu.

Wenn ich den Text veröffentliche, werde ich auf ewig der krumme Schwanz sein. Der Typ mit dem Potenzial der Impotenz. 

Aber wie heisst es so schön: Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert. Und vielleicht hilft das Outing gegen das Schamgefühl, dass mich immer noch befällt und die Alpträume, die mich weiterhin plagen.

Letztendlich hat mir der Apotheker einen offenen und ungezwungenen Umgang empfohlen. Und was wäre das für eine Welt, in der man nicht einmal mehr einem Apotheker vertrauen könnte.

Bei dem Gedanken muss ich grinsen. Der laue Fahrtwind weht in meinen Mund. Und ein Insekt nutzt diesen Umstand, um sich zwischen meinen Zähnen zu verkeilen. Ein unschöner Tod. 

Ich spucke den zermatschten Chitinpanzer aus und geniesse den Tag. Nach dem verregneten Katastrophen-Sommer ist die Sonne ein Grund zur Zufriedenheit. 

So erfreue ich mich am satten Grün des Waldes, an den Erdtönen der abgeernteten Felder und am hellen Blau eines weiten Himmels.

Nur zwei, drei graue Wolken werden vom Wind getrieben. Sie wollen mich daran erinnern, dass das schöne Wetter kein Dauerzustand ist. Ich ignoriere die Botschaft. 

Raben krächzen über den Wiesen und unzählige Singvögel streiten in den Bäumen.  Zu dieser romantischen Kakophonie gesellt sich das sonore Brummen meines Motors. Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein.

Mein Blick schweift über die lange Strasse zum Horizont. Dort entdecke ich einen kleinen roten Punkt.

Es ist eine Rennsemmel, die mir entgegen rast. Und schon bald vertreibt ihr Kreischen das Zwitschern der Vögel. Eine Gruppe Raben fliegt panisch davon. Am Himmel schiebt sich eine der grauen Wolken vor die Sonne. Die Farben verblassen und ein bedrohliches Zwielicht legt sich über die Welt.

Das Motorrad ist mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und der Fahrer ignoriert standhaft meinen Gruss. Trotzdem schenke ich ihm ein Lächeln. Ein Lächeln, das ungesehen den Moment erhellt. 

Dann bricht die Sonne wieder hervor. Und alles leuchtet im gewohnten Glanz. 

Mehr Sinnlichkeit, mehr Freundlichkeit und weniger Geschwindigkeit. Das nehme ich mir als Lebensmotto vor. Ein Motto für ein Leben, das kein Ian-Fleming-Roman ist. Kein Roman in dem es einen omnipotenten Helden gibt. Nur einen ganz normalen Menschen. Einen Mann, der mit dem Älter-werden hadert und der dann doch versucht das Beste daraus zu machen.

Skulpturen 

Die eindrucksvollen Holzskulpturen stehen vor dem Atelier des Künstlers Werner Ignaz Jans. Die Begegnung mit Jans Kunst war zufällig. Ich habe die Figuren beim Vorbeifahren gesehen und hielt an. Die Betrachtung der Werke hat mir dann geholfen meine Krise zu bewältigen.

Kunst kann eine heilsame Wirkung entfalten. Das darf man nicht unterschätzen. 

Ich fände es schön, wenn es viel mehr Kunstwerke im öffentlichen Raum geben würde. Und ich freue mich, dass Herr Janz seine Figuren unentgeltlich zeigt.

Rechtshinweis

Die Fotos der Skulpturen wurden auf der Grundlage der sogenannten Panoramafreiheit erstellt und veröffentlicht. Die Panoramafreiheit ist in der Schweiz im Art. 27 des Urheberrechtsgesetzes (URG) gesetzlich verankert. Danach ist es zulässig, ein Werk, welches der Allgemeinheit zugänglich ist, abzubilden.

Originalzitat aus dem Roman Casino Royale des britischen Autors Ian Fleming.

«Bonds Wagen, einer der letzten Bentleys mit 4 1/2 Liter Motor und Amherst Villiers Kompressor war sein persönliches Hobby. Er hatte ihn 1933 fast neu gekauft und während des Krieges sorgfältig eingelagert. Er wurde immer noch jedes Jahr gewartet und ein ehemaliger Bandley-Mechaniker der nun in einer Werkstatt in der Nähe von Bonds Wohnung in Chelsea arbeitete, kümmerte sich voller Leidenschaft um sein Wohlergehen. Bond fuhr ihn hart und gut und mit einem fast sinnlichen Vergnügen. Es war ein schlachtschiff-graues Cabriolet, dass sich tatsächlich umstellen liess und fähig 140 Kilometer die Stunde zu fahren, mit 50 Kilometern die Stunde als Reserve. Bond fuhr den Wagen aus der Garage und die Rampe hinauf. Und schon bald hallte das satte Dröhnen des fünf Zentimeter dicken Auspuffs über den mit Bäumen gesäumten Boulevard …»

BILDERGALERIE

Comments

  1. Deine Frau hat recht: Deine Geschichte ist schon sehr offen. Du hast Deine Lage und Deine Gefühle so anschaulich beschrieben, dass man Deine Situation nachvollziehen kann. (Klingt seltsam, es als Frau so zu formulieren. 😉) Aber eins kommt rüber: Wunderbare Therapien sind das Schreiben und das Motorradfahren!

    • Ja, liebe Ulla, du hast recht. Motorradfahren und Schreiben sind wirklich wirksame Therapien. Und eigentlich sollten Krankenkasse diese therapeutischen Ansätze in ihren Leistungskatalog mit aufnehmen.

      Herzliche Grüsse
      Thomas

  2. Servus Thomas, Respekt für deine Offenheit – und wie immer ein dickes Lob für deine unterhaltsamen und zum Glück auch oft nachdenklich machenden Geschichten! Danke für die gute Unterhaltung!

    • Oh, da wäre ich jetzt mal nicht so schwanzfixiert. Der Name steht seit 2018 für gepflegtes Bloggen und bezieht sich auf alle Aspekte im Leben des alternden Mannes.

  3. Wie schön, dass ich deinen vorherigen Kommentar gelesen habe. Über deine Antwort auf den Meinigen kam ich zu deinem Blog. Ich habe mich erfreut an diesen geistreichen, unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Ausführungen. Danke
    Ich werde gerne mehr von dir lesen.
    Grüße aus der Rhön 🤘🏽😎

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